allweg,
adv. semper, immer, überall, verkürzt aus alle wege;
in den fastnachtspielen, nach bairischer weise, geschrieben albeg: das sie albeg iederman ist diensthaft gewest tag und nacht. 43, 10; und helt mich albeg fur ein atzen. 47, 16; ir ubt euch albeg fast also. 386, 5; si hetten albeg gehört, das sei albeg erweitert worden.
weisth. 3, 632; darümb ward darnach alweg fast zu Rom der küngklich nam gehaszt. Schwarzenberg 113, 2; der tod dem alter ist nit weit, darauf ich alweg hoff und peit. 132, 1; allweg ist es ümb uns gethan. 151
b; darümb müg niemant wenden ab, was gott allweg fürsehen hab. 155, 1;
bei Luther
hat die bibelverdeutschung meistens allewege,
in den werken findet sich häufig allweg
und allwege: denn es ja eben derselbige gott, der allweg gewesen ist. 5, 312
b; wolan musztu doch sonst etwas leiden, es kan nicht allweg gleich zugehen. 5, 315
b; ist nicht allein löblich, sondern auch allwege und noch not. 3, 270; es ist im aber das nüszlin allweg zu hart gewesen. Luthers
br. 1, 315; denn ich allwege dran verzweifelt. 5, 449; dieweil bei jungen und auch alten Esopus in solchem wert gehalten ist worden allweg jeder zeit. Er. Alberus 1
a; ich hab allweg gehört für war.
das. 30
b; bleibet allweg ein gute summ allerlei fisch zwischen den steinen. Frank
weltb. 14
a; meine freund allweg verhoffet haben. Th. Plater 15; ich hab euch doch je und allweg für einen getrewen frauwendiener gehalten.
Galmy 1, 90; so dir alwege
[] von mir beschehen ist. 318; allweg unzufrieden. Wickram
rollw. 30
b; dieweil ir im leben allweg zu zank und unfried lust getragen. Kirchhof
wendunm. 112
a; mich dünkt allweg besser. 225
b; die schlüssel sollen durch den wachtmeister abends und morgens beim obersten geholet und allweg demselbigen wider gelifert werden. Kirchhof
disc. mil. 19; der nechst dinstag darnach ist allweg die rechte fasznacht. Fischart
groszm. 101; ich ihr alweg am sambstag nicht darf sehen und fragen nach. Ayrer 1, 335
a; nachper es ist nit alweg gut. Schmelzel
verlorn. sohn 8
b.
später seltner, doch bis auf heute nicht auszer allem gebrauch: da jubelrauschen es allweg offenbart. Herder 3, 177; drum sollen allweg wir verbunden werden. Rückert 150
man verband es auch mit der praep. in,
woraus deutlich seine accusativnatur erhellt: das sie den vollkommensten ablasz aller irer sünden in allweg erlangen sollen. Luther 3, 94; hat dich gemacht in alle weg hinlessig. H. Sachs I, 468
d; ziehen und richten si in alweg in die lenge. Frank
weltb. 213
b; in allweg.
wegkürzer 22.
später deutlich: wir sind also in allwege übel dran. Wieland
bei Merck 2, 178; ihrer lust zum ewigen jungferstand in allweg ohne gefährde. Wielands
Amadis 13, 32.
In der schweizerischen volkssprache wird allweg
sehr häufig für immer und doch gebraucht.