Hauptquelle · Mecklenburgisches Wb.
äbendrächtig
äbendrächtig langsam, bedächtig (mnd. evendrachtig ), vgl. Mantz. Ruh. 4, 45 ; vielfach in Redewendungen, häufig adverbiell gebraucht: dat geiht ümmer so äbendrächtig (langsam) bi dee Ro Ribn ; von ruhiger Haltung: un as de Möller noch ümmer so äbendrächtig dor steiht Reut. 3, 308; un kek gewaltig äbendrächtig (bedächtig, nachdenklich) de Näs lang 2, 234; s. auch Derb. 1, 9 ; vom Wetter: dat fangt äbendrächtig an (es beginnt allmählich zu regnen) Gü Warn ; de Himmel süht so äbendrächtig (gleichförmig, eintönig) ut Ro Dierh . In adjektivischer Verwendung, so neckend in der Seemannssprache: sonn…