Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
absacken
absacken
versacken Vb. ‘versinken, einsinken’, ein nd. Wort der Seemannssprache, Mitte 19. Jh. in die Literatursprache aufgenommen und dort auch verallgemeinert ‘in seiner Lebensweise abrutschen, bummeln’ (Anfang 20. Jh.). Präfixbildung zu nd. sacken ‘sinken, sich senken’, mnd. sik sacken ‘sich senken’; vgl. nl. zakken ‘sinken, fallen, sich senken’, mengl. saggen, engl. to sag ‘sich senken, durch-, absacken, sinken’ und (aus dem Mnd.) schwed. sacka ‘sinken, sich senken’, (seemännisch) ‘sacken, abfallen, zurückbleiben’, dän. sakke ‘zurückbleiben, sacken’, norw. (mundartlich) sakka ‘sinken, niedriger werden’. Es handelt sich um junge ablautende Intensivbildungen mit -kk- und mit n-Ausfall zu dem unter sinken (s. d.) behandelten Verb. – absacken Vb. ‘von der Strömung fortgetrieben werden, abtreiben’ (Ende 17. Jh.), allgemein ‘sich senken, absinken’ (1. Hälfte 20. Jh.), speziell von Flugzeugen ‘nach unten gedrückt werden, an Höhe verlieren’, von Motoren ‘an Leistung verlieren’, schließlich auch ‘unsolide werden’; in hd. Lautung umgesetztes mnd. nd. afsacken ‘wegsinken, vom Strom getrieben werden’.