Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ablieben
ablieben , bei den weidmännern, einen leithund auf der fährte anhalten, liebkosend und streichelnd. das wort scheint aber mit lieben unverwandt und auf ein ahd. lîban parcere ( Graff 4, 1110 ) mhd. entlîben zurückzuführen, wie man den jagdhunden auch schmeichelnd zurief: schôna lieber hund schôn! ( altd. wäld. 3, 132). die unverstandne redensart suchte man später auf lieben zu beziehen, vgl. Gottleib Dietleib, später Gottlieb, Dietlieb. Zweifelhaft, ob Logaus einem andern abgeliebet 3, 7, 52 den weidmännischen sprachgebrauch im sinne hat, es meint aber abgeschmeichelt, was er könnte verstanden…