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ABBRECHE

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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

ABBRECHE f.

Bd. 1, Sp. 71
ABBRECHE f.lichtschere. nomen instrumenti zu abbrechen, s. d. A 1 a. literarisch selten und kaum über das alem. hinausreichend; in den wbb. jedoch seit dem 15. jh. neben schneuze, lichtschere, kluft, zange u. ä. glossierungen für emunctorium (vereinzelt für corruptela: abebrech vel klofft 15. jh. md. Diefenbach gl. 153b) bis zu Campe wb. 1(1807)7a (landschaftl.) fast durchgehend verzeichnet (nicht bei Frisius dict. [1556], Maaler, Stieler, Adelung): 15.jh. emunctorium ab brech Diefenbach gl. 201c. 15.jh. eyn abbrech (obd.) ebd. 1489 munctorium abbreche Brack voc. rerum g 1a (im kap.: de scriptoribus et eorum instrumentis). 1505 emunctorium ein abrech zu liechten (Straßb.) voc. gemma gemm. i 1a – (ebenso in den ausg. Hagenau [1510], Augsb. [1512] und Lohr [1514]; dagegen: een snuterken Deventer [1495] l 6b, Köln [1495] und Magdeb. [1495]). – 1521 Anthiochus .. beraubet den tempel, fuͤrt hinweg .. die liechtstoͤck, die abbrechen, die alle guldin waren (nach 1. Makk. 1,35) Geiler, b. arbore humana 113a. 1531 vnd macht die siben ampelen, mit jren abbrechen vnnd loͤschnaͤpfflin von lauterm gold (exod. 37,23) bibel Zür. 1,46d (1667: liechtbutzer). 1534 mit jren abbrechen vnd leschgeschirren Dietenberger 46c – (aber: mit iren zangen [u1466] 1. dt. bibel 3,350 LV; snuten [Köln u1478], tangen [Halberst. 1522] nd. bibelfrühdrucke 1,514/5 DTM; liechtschneutzen [1523] Luther; Wolf gl. z. basler ausg. d. lutherbibel v. 1523, nach zfdph. 22,328, erklärt schneützen durch abbrech, bützer; lichtscheren biblie Lüb. [1533] 1,46b; butzer vnd geschirr Eck [1537]1,46c). – 1541 ein abbraͤch oder butzer Cholinus/F. dict. 317a. 1551 die abbrech (sollst du) lassen offen stehn,/ so glunßt der butzen vber langk,/ vnd geht darauß der schoͤn gestanck Scheit Grobianus 55 HND. ⟨1660⟩ 4 ganz eiserne kerzenstöck sammt 4 abbrechen schweiz. id. 5,326. 1686 eine abbrechen Dentzler germ.-lat. 2b. 1700 abbreche Kramer t.-it. 1,148b. abręәxә Fischer schwäb. 1,6. als symbol mit lasziver bedeutung (vgl. Ch. Schmidt els. 1a) ⟨1510⟩ so muͦß er ir ein blaßbalck kauffen, so kramet sie im ein abbrechen, die ding machen sie (eheleute) dann vff den ermel Geiler brösamlin (1517)1,95c. bildlich: 1669 also ist dieses der mäßigkeit ampt und einraht, bey aller lust die abbrech brauchen, den zügel einlegen, maaß halten Schottel sittenkunst 541. ⟨1844⟩ nicht nur an die tafelungen, auch an die übrigen gebräuche und herkommen (bei hochzeiten) legte man die abbreche schweiz. id. 5,326. 1867 die abbrech nicht finden können (das ende), nimm die abbrech! höre auf! Wander sprichw.-lex. 1,5. si nemend d’abbrechen fangen an sich einzuschränken, schweiz. id. 5,326. Braun
2748 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    AbbrecheDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    ≠ Die Abbreche , Mz. die — n, O. D. statt Lichtputze.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit abbreche

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von abbreche

abbrecheln + -e

abbreche leitet sich vom Lemma abbrecheln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

abbreche‑ als Erstglied (4 von 4)

abbrechen

FWB

1. allg. ›e. S. von einer andern abbrechen, trennen, losreißen‹; auch ›abbröckeln, zerbröckeln‹; offen zu den spezialisierten Bedeutungen (v…

abbrecher

FWB

1. ›ein Handwerkszeug‹; 2. ›Mensch, der jm. (z. B. durch Raub) Schaden zufügt‹