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Aal I

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Aal I

Bd. 1, Sp. 4
Aal I Rhfrk u. auch im :-Gebiet vielfach, besonders in der Eif, wo ‘Schlangen-, Langfisch, Steinbisser’ herrschend ist, wie nhd. āl, Pl. ālə. Sonst Mosfrk :l [·ă.l, –ō:-], Pl. :lə, doch auch E:l (dichter um Koch-Kobl); Rip :l, Pl. :lə u. :l; SNfrk ·ă.l, Pl. ·ă.lə u. ·ə.l (dichter in Mörs, Geld), ·ə.lə um MGladb, Klevld l, Pl. lts u. lts. — Daneben im Sg. eine umgelautete Form :l, Pl. :lə, bes. Rip verbr. bis Wippf, Gummb, Grevbr, Düss; auch Mosfrk E:l, Pl. E:lə Saarl-Eidenb Hüttersd Ueberherrn, Trier-Fell, Koch-Lutz; i·l. Malm-Amel. — Demin. E:lχə, :lχə, lkə, ltjə, lšəm. [Aber auch f. Goar-NSpay, Saarl-Hüttersd, Daun, Sieg-Fussh, Altk-Kirchen, Wippf, MülhRh-Ensen, Lennep-Hückesw]: 1. Aal, der Fisch. In Vergleichen wegen seiner Glätte u. Beweglichkeit. So glatt, glattig, flutschig, glitschig, flitschig, flenk, letschig, schlank, schlickerig wi en O. Dat flutscht wi en O. Ess. Er ritscht dorch wi en A. Kreuzn-Sobernh. He hät sich bi en O. erausgeschlängelt aus der Verlegenheit Kobl-Sayn. Wie en A. es er mir durchgewitscht Ottw-Elversb. Hen krengelt sich wi ene O. Geld-Kapellen. He spottelt wi en O. Kemp. He krömp sech für Peng (Pein) wi ne O. Rip. Hej wend (dräjt) sich wi en O. Klev. En bruərt sich wi en O. Merz-Bachem. He sprengk wie en O. en der Pann Rip. Su fett (masteg, lang) wie en O. He blenk wie en O. De hät e Leve su zih (fred) wie en O. Su voll wie en O. betrunken Allg. Er seift wie en O. Mosfrk. En Mul wie ne O. Köln. Hen hot en O. am (im) Deppen ist betrunken Bitb-Cruchten. Rup mar net ehr O., bis dat dou üm an de Start häs Meiderich u. sonst Nfrk. Der Unbeständige es so weinig te halden as en A. bei der Start Klev. Et es jo, as wemme en Ö. am Sterte wenn jemand gar zu eilig weg will Nfrk. Derjenige, dem man das Ende seines Unglücks verkündet, sagt: Jedes Ding hät sin Jnd, sag den O., do trok mer üm de Hut ower den Kopp MülhRuhr. Den bürt den O. üt hebt ihn aus, arbeitet erfolgreich Klev. Ech han de A. em Nes gefangen beim Kartenspiel einen guten Zug gemacht Ess-Werden. Dohan ech en O. gefange ich habe nasse Füsse bekommen Dür-Winden, Jülich-Tetz. Hej vermäkt sich as enen A. op de Sölder er langweilt sich, ist in bedrängter Lage Klev. En Ö. schmert der Köttel fördert den Stuhlgang Düss-NCassel. Ganz igal, Fesch on Aal Koch-Ernst. — A. en Gelee Mensch, der sich in den Gossen herumtreibt Köln. — Im Haschespiel: Ringel rangel reih, en O. as am Deich, am Deich as en O., nau fänk mich emol das so sprechende Kind läuft mit den letzten Worten davon, und das andere sucht es zu haschen Trier-Heidenbg. Blengen O. lofen Blindekuhspiel Berg. — Arten: der rhein. Fischer unterscheidet den Steinaal Ol, Sumpfaal Modder-, Mutol, das Neunauge Negenöüger. Aber auch andere Arten sind ihm bekannt: Sand-, Pann-, Pujer-, Drifweikes-, Kuk-, Mar-, Kat-, Quabol; Bret-, Spetzmul (s. d. W.). Syn.: Lang-, Schlangenfisch, Schlangenol, Strumbängelche (Strumpfbändel). — Fang: RA.: Blöht der Wet (Weizen), der Ö. an Angel on en Körf geht Düss-NCassel. Ausser den bei den Worten Aalängeler, –fucke, –kar, –kas, –korb, –leine, –reipe, –schere, –schnur erwähnten Geräten und Fangarten noch folg.: pojere, strecken (s. d. W.). — Lebend wird er verkauft; dem noch lebenden A. bindet man eine Kordel um den Hals und hängt ihn auf, schneidet die Haut an den Kiemen durch und zieht sie ab Duisb. Man schlägt ihm einen Nagel durch den Kopf, an dem man ihn aufhängt Kemp-Amern. — 2. herunterhängender Nasenschleim Ahrw-Brohl.
3518 Zeichen · 111 Sätze

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    Dialekt
    Aal I

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Aal I Rhfrk u. auch im  :-Gebiet vielfach, besonders in der Eif, wo ‘Schlangen-, Langfisch, Steinbisser’ herrschend ist…

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Wortbildung

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3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

aali‑ als Erstglied (3 von 3)

aalicht

DWB2

aal·icht

AALIG , aalicht adj. wohl ungebräuchlich: 1691 ahlicht lubricus Stieler stammbaum 28. modern ( zu aal 2 ): ⟨1936⟩ aalige glätte Feuchtwanger…

Aalisen

MeckWB

aal·isen

Aalisen n. Aaleisen, ein verbotenes Aalfanggerät; 5—7 breite, unten stumpfe Zinken (Schallen), dazwischen 4 bis 6 dünne, mit Widerhaken vers…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „aali". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aali/rhwb?formid=A00014
MLA
Cotta, Marcel. „aali". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aali/rhwb?formid=A00014. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „aali". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aali/rhwb?formid=A00014.
BibTeX
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