Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
zweiter
zweiter
zwei Num. Ahd. zwēne m. (aus dem Zahladjektiv germ. *twaina, jedoch mit ē durch Angleichung an das Zahlwort ahd. *zwē, germ. *twai), zwō, zwā f., zwei n. (8. Jh.), mhd. zwēne m., zwō, zwuo f., zwei n., asächs. twēne m., twō, twā f., twē n., mnd. twē, twei, twī (eigentlich n., doch bereits früh für alle Geschlechter), mnl. nl. twee, aengl. twēgen m. (umgebildet nach bēgen ‘beide’), twā f., twā, tū n., engl. two, anord. tveir m. (aus germ. *twai), tvær f., tvau n., schwed. två, got. twai m., twōs f., twa n. und aind. dvā́, duvā́, dváu, duváu m., dvḗ, duvḗ f. n., griech. dýo, dýō (δύο, δύω), lat. duo m., duae f., duo n., air. dāu, dō m., dī f., dā n- n., aslaw. dъva m., dъvě f. n., russ. dva (два) m. n., dve (две) f. führen auf ie. *duu̯ō(u) bzw. (einsilbig) *du̯ō(u) m., *du̯ai f. n. ‘zwei’ (mit den Kompositionsformen *du̯ei- und *du̯i-). Noch im Nhd. werden (bis ins 18. Jh.) drei Geschlechter (wie im Ahd. und Mhd.) unterschieden, vgl. zween m., zwo f., zwei n., bis sich die neutrale Form durchsetzt. Feminines zwo wird im Fernsprechverkehr wieder aufgenommen (Anfang 20. Jh.), um eine Verwechslung mit drei zu vermeiden. – zweiter Num. Ord. (14. Jh.), älteres ander (s. d.) ablösend. zweitens Adv. ‘zum zweiten, an zweiter Stelle’ (17. Jh.).