Eintrag · Rheinisches Wb.
- Anchors
- 2 in 2 Wb.
- Sprachstufen
- 1 von 16
- Verweise rein
- 5
- Verweise raus
- 3
Zopp I das Wort, das in verschiedenen Bed. allg. ist, ist z. T. schon bei Topp VI behandelt (s. d.); die Lautung tsǫp, Pl. --, WEif tsap, Pl. -ę- geht z. T. über die Benr.-L. hinaus, u. zwar Gummb-Schwarzenbergisch, Wermelsk, Düss-Erkr Stdt, Duisb-Mündelh Serm, Mettm (z. T.), Heinsb-Lümb Süsterseel, Grevbr-Wickr, Rheydt-Giesenk, Kref-Stdt, Geld-Stdt, Emmerich; sonst n. der Benr.-L. tǫp, Pl. tp, Dimin. tpkə; südl. Pl. tsp, tspχə(n) (s. die Angaben bei den einzelnen Bed.) m.: 1. Haarzopf. a. wie nhd. der Z. der Mädchen u. Frauen; dies stets in nhd. Lautung, also aus dem Nhd. übernommen; rein mdl. Flechte (s. d.). RA.: Et gäht wie en Zapp sehr schnell Bitb-NWeis. Ich kenn dich am Zöppke du machst mir nichts weis, ich habe dich durchschaut Düss-Stdt. Ömmes mom (beim) Z. krige einen zurechtweisen Monsch-Witzerath, Jül-Tetz. De kret och jedesmol op de Z. gehaue wenn ein vorlauter Mensch oft abgetrumpft wird Siebengeb. Dat es en aulen (alter) Z. eine alte Sache Wermelsk. Ek lot ken kort Z.kə met mech spöle (spielen) ich lass mich nicht zum Narren halten Geld-Stdt. Doran kann mer kenen Z. un Zal (s. Zagel) dran fengen (finden) keinen Anfang u. kein Ende Waldbr-Eckenhg. — b. die in die Stirn hängenden Haare, bes. beim Pferd, aber auch beim Menschen Saarbr-GrRosseln, Merz-Bachem Rech, Trier-Conz Karthaus Newel, Daun-Lissing, Bergh (-- Sg. u. Pl. Glesch), Dür-Geich (--), Sol-Pattschd, Jül-Röding (--), Heinsb-Lümb Süsterseel, Grevbr-Wickr; in Erk, Kemp, Kref, Rheydt-Giesenk (--), Grevbr-Beckr, Mörs, Klev (ts- Niel), Rees, Dinsl-Walsum, Ess-Altend Werden, Mettm (ts- Flandersb) tǫp, Pl. tp. — 2.a. tsp Pl. die beiden baumelnden Gebilde am Halse der Ziege Rheydt-Giesenk. — b. Pflanzen. α. Mistel Waldbr-Bergerhf. — β. tsǫpən Pl. deutsche Waldrebe, Clematis vitalba Neuw-Altenbg. — c. Pflanzenteile. α. Baumwipfel; tsǫp MülhRh-BGladb, uWupp, Sol-Pattschd, Gummb-Schwarzenbergisch; tǫp Wuppert-Ronsd (s. weiter bei Topp VI). — β. der abgeschlagene Blätterschopf der Runkel- u. Zuckerrübe, meist Pl. tsp(ə) Altk-Weiershg, Gummb-Homburgisch, Wippf-Biesf Olpe (s. bei Topp VI). — γ. tǫp Zweig voller Kirschen Ess-Kupferdreh. — d. Dimin. tsępχə gehechelter Flachs Simm-Ebschd. — e. tsęp Pl. die einzelnen Borstenbündel der Bürste Simm-Laub. — f. tsap, Pl. -ę- eine Handvoll Weiden zum Binden der Weinstöcke Wittl-Piesport. — g. zopfartiger Gebildweck zu Neujahr Saarl-Wadgass.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.
-
modern
DialektZopp I
Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg
Zopp I das Wort, das in verschiedenen Bed. allg. ist, ist z. T. schon bei Topp VI behandelt (s. d.); die Lautung tsǫp, P…
Verweisungsnetz
7 Knoten, 8 Kanten
Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen
Filter:
Anchor 1
Kompositum 5
Sackgasse 1
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit zoppi
0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen
Keine Komposita gefunden — zoppi kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.
Zitieren als…
- APA
-
Cotta, M. (2026). „zoppi". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zoppi/rhwb?formid=Z02153
- MLA
-
Cotta, Marcel. „zoppi". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zoppi/rhwb?formid=Z02153. Abgerufen 19. May 2026.
- Chicago
-
Cotta, Marcel. „zoppi". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zoppi/rhwb?formid=Z02153.
- BibTeX
-
@misc{lautwandel_zoppi_2026, author = {Cotta, Marcel}, title = {„zoppi"}, year = {2026}, howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern}, url = {https://lautwandel.de/lemma/zoppi/rhwb?formid=Z02153}, urldate = {2026-05-19}, }