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zinnasche

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zinnasche f.

Bd. 31, Sp. 1437
zinnasche, f., zinnoxyd, verbranntes zinn, ein weiszliches pulver, welches sich aus der zinnkrätze, der grauen haut auf einer geschmolzenen zinnmasse, bildet, früher zinnkalk genannt: Jovis zinnaschen (Ulm 1648) bei H. Fischer 6, 1217; zienasche calx Jovis, Jupiter calcinatus Reyher thes. (1668) 1, 827; zinnasche ceneri di stagno Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1466c; die zinnasche, der zinnkalk la potée, chaux d'étain calciné Schwan nouv. dict. (1783) 2, 1108b; Adelung2 4, 1719; cineres Jovis, zinnasche, zinnkalk, ist aus zinn gemacht, welches so lange zu calciniren, bis aus dem graulichten pulver ein gantz weiszes wird, welches einige cerussum Jovis nennen, und der Frantzosen blanc d'Espagno, spanisch weisz ist, so zum schmincken miszbrauchet wird Hübner cur. u. reales lex. (1714) 376; zienasche ist ein calcinirtes oder zu einen graulichten pulver gebrandes zien, dessen sich die glaszschleiffer oder andere zum polieren bedienen Minerophilus bergwerckslex. (1730) 731; alii incipiunt silber glet ... ganffer, bley Aeschen, zinAeschen ... & extinguunt Paracelsus chirurg. büch. (1618) 577a Huser; etliche probirer ... geben ihm (dem zinn) ein linde hitz, dasz sich das zien zu einer zienaschen rOestet Ercker beschr. aller min. ertzt (1580) 29a; nachdem solches (holz) auff allen seiten fein glatt abgehobelt, streut man darauff kleinen uhrsand oder zihnaschen trincirbuch (1652) 21; polire es (das gemälde) mit trippel oder zinnasche und baum Oehl mit einem zarten leder lacquirkunst (1724) 45; beym zinngieszer und zinnasche brennen sehen Göthe III 3, 342 W.; dazu zss.: zinnaschen-büchse, f., 'bei den gürtlern eine büchse mit zinnasche, deren sie sich zum blänken ihrer arbeiten bedienen' Campe 5, 870a; -riemen, m., mit zinnasche belegter riemen, auf dem die zuvor auf dem schleifsteine geschärften schneidewerkzeuge geglättet werden Krünitz öcon. encycl. 241 (1858) 459. —
1916 Zeichen · 30 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zinnásche

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Zinnásche , plur. inusit. calcinirtes, oder verkalktes Zinn, wie Zinnkalk.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zinnasche

    Goethe-Wörterbuch

    Zinnasche [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zinnasche

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Zinnasche , s. Zinnoxyd .

  4. modern
    Dialekt
    Zinnasche

    Bayerisches Wörterbuch

    Zinnasche Band 1, Spalte 1,627

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zinnasche

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von zinnasche 2 Komponenten

zinna+sche

zinnasche setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zinnasche‑ als Erstglied (1 von 1)

Zinnaschenbüchse

Campe

zinnasche·n·buechse

Die Zinnaschenbüchse , Mz. — n , bei den Gürtlern, eine Büchse mit Zinnasche, deren sie sich zum Blänken ihrer Arbeiten bedienen.