Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ziererei f.
ziererei , f. , 1) kommt im letzten viertel des 18. jahrh. als nominale bildung zu sich zieren ( s. zieren III B 2) auf, dessen tadelnden sinn noch eigens durch das bildungselement -erei steigernd. a) gekünsteltes, gezwungenes, unnatürliches wesen in haliung und gebärden, im verhalten und benehmen, namentlich weibliche koketterie, in übertriebener gesellschaftlicher etikette, auch in unaufrichtiger gesinnung, im verkünstelten und überladenen sprachstil und verschrobenen kunstempfinden; der plur. ist im anfang häufiger als später: das ist die albernste ziererei, die ich kenne (1778) Bürger s. w…