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zibebe

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zibebe f.

Bd. 31, Sp. 875
zibebe, f., getrocknete grosze weinbeere, grosze kochrosine; eine über ganz Süddeutschland auszer dem Elsasz verbreitete bezeichnung, die jetzt, namentlich an verkehrsmittelpuncten, dem norddeutschen namen rosine zu weichen beginnt; vgl. Kretschmer wortgeogr. 396; zs. f. d. maa. 1911, 76; zuerst von Pinicianus (1516) A 8d gebucht: ziziphus, quae a nostris zibebos dicitur, cuius fructus zizipha, z-n; sodann von Balthasar Trochus (1517) bei Diefenbach gl. 9c; 635c; und für 1521 wieder von Pinicianus ebda 635c; sodann: die groszen weinbeer, bei uns z-n genannt S. Franck weltb. (1534) 141b. dasz der name auch in nördlicheren gebieten bekannt war, beweist neben der erwähnung bei dem Askanier Trochus sein vorkommen in einer hofordnung des markgrafen Johann von Küstrin (1561) bei Kern hofordn. 2, 51 (neben kleine und grosze rosinen) und bei Rollenhagen: rosinlein, zucker, mandelkern, zybeben, hergebracht von fern froschmeuseler (1595) G 4a; im übrigen decken die liter. u. dial.-belege das verbreitungsgebiet der gegenwart: n. schausp. 4, 2, 39; Popowitsch versuch 472; kommt mit in das schlaraffenland, da sind die felsen von dragant, die wAelder voll zibeben Blumauer ged. 211; ziweben Hügel Wien. dial. 195b; Nicolai österr. id. 144; Stelzhamer ausgew. dicht. 1, 114 Ros.; Rosegger II 3, 244; — fleisch mit z-n und mandlen Guarinonius greuel (1610) 539; grosze ausgekOernte z-n Hohberg georg. cur. 3, 1, 201a; Frisch 2, 473a; Klein prov.-wb. 2, 245; Schmeller-Fr. 2, 1075; ziwêben, mandel, feign tean s in die zelten drein volksschausp. in Bayern u. Österr. 301 Hartmann; — weinbeerlein ... das erste geschlecht, welches das edelste ist, nennen wir z-n, Damascener trauben, damascenische rosein und z-n Wirsung artzneyb. reg.; (1530) H. Fischer 6, 1173, wo weitere zeugnisse; allg. d. bibl. 60, 140; Kuen oberschwäb. wb. 56; Chph. v. Schmid ges. schr. 2, 147; — Hier. Bock kreuterb. 831; Gäbelkover artzneyb. 1, 63. wbb.: Stieler 1623; Kramer teutsch-it. 2, 1449a; Marperger kaufm.-mag. 1415; Steinbach 2, 1090; allg. haush.-lex. 3, 793; Noel Chomel 8, 427; Adelung2 4, 1701; Campe 5, 857b. die z-n kamen nach dem allg. haush.-lex., in halbrunden schachteln verpackt, aus Damascus und jetzt meist aus der Türkei. der name leitet sich aus sizil. zibibbo her, das auf arab. zibība rosine zurückgeht.
2351 Zeichen · 67 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zibebe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Zibebe , der Nahme einer Asiatischen Frucht, von dem Ital. Zibibo und Cibibo, und dieß wieder von dem Syrischen und …

  2. modern
    Dialekt
    Zibebe

    Südhessisches Wörterbuch

    Zibebe Band 6, Spalte 793-794

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Wortbildung

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6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

zibebe‑ als Erstglied (6 von 6)

zibebendavidlein

DWB

-davidlein , n. , weichlicher, unmännlicher bursche: H. Fischer 6, 1173 . —

zibebenhengst

DWB

zibeben·hengst

-hengst , m. , schelte für colonialwarenhändler ( österr. ): Schirmer kaufmannsspr. 214 ; auch -knabe, m., ebda. —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zibebe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zibebe/dwb?formid=Z05280
MLA
Cotta, Marcel. „zibebe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zibebe/dwb?formid=Z05280. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „zibebe". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zibebe/dwb?formid=Z05280.
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