Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
zeideln
zeideln
Zeidler m. ‘Bienenzüchter, Imker’, ahd. zīdalāri (10. Jh.), mhd. zīdelære, zīdler ‘Bienenzüchter’ ist eine Bildung zu ahd. zīdal-, mhd. zīdel- ‘Honig-’, vgl. Zusammensetzungen wie ahd. zīdalweida ‘Ort, wo Bienenwirtschaft getrieben wird’ (9. Jh.), mhd. zīdelweide, nhd. Zeidelweide und Zeidelbär ‘kleiner Braunbär’, eigentlich ‘Honigbär’ (16. Jh.), mnd. tīlbēre. Dazu auch zeideln Vb. ‘die Honigwaben aus dem Bienenstock ausschneiden’ (Anfang 17. Jh.). Das Bestimmungswort Zeidel- geht vermutlich auf germ. *tīþla- zurück, gebildet mit dem Suffix ie. -tlo- zur Wurzel ie. *dei-, *dei̯ə- ‘hell glänzen, schimmern, scheinen’, so daß der Honig nach seinem hellen Glanze benannt ist. Für das heute noch landschaftlich (besonders im Omd.) gebrauchte Zeidler tritt in der Literatursprache (19. Jh.) Imker (s. d.) ein.