Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
wundergläubig adj.
wundergläubig , adj. , vereinzelt wunderglaubig ( s. u. 1). 1) an die möglichkeit übernatürlicher wunder glaubend: der richter (so wundergläubig er auch in der kirche sein mag), hört das vorgeben des delinquenten von teuflischen versuchungen, die er erlitten haben will, so an, als ob gar nichts gesagt wäre Kant s. w. (1838) 6, 254 Hart.; mehr als andre menschenkinder wundergläubig ist der seemann Heine s. w. 2, 146 Elster. gern in abwertendem sinne, entspr. wunderglaube 3 b: ein paar der eifrigsten verfechter des wunderglaubigen (!) christenthums D. Fr. Strausz ges. schr. (1876) 1, 183 ; demna…