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wunderbarkeit

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wunderbarkeit f.

Bd. 30, Sp. 1852
wunderbarkeit, f., seit Steinbach dt. wb. (1734) 2, 1047 belegbar, s. dazu das vorige und das ältere wunderbarlichkeit. beschränkten gebrauchs, aber zu verschiedenen bedeutungen von wunderbar. 1) meist im sinne einer abstrakten eigenschaftsbezeichnung. übernatürlich-unbegreifliches kennzeichnend: daher alles, was wir in ihnen (den deutschen sagen) für unwahr erkennen, ist es nicht, insofern es nach der alten ansicht des volkes von der wunderbarkeit der natur gerade nur so erscheinen und mit der zunge ausgesprochen werden kann Jac. Grimm bei Raumer gesch. d. german. philol. (1870) 409; wie von der unbegreiflichen, unerhörten wunderbarkeit meines daseins Rilke br. 1 (1950) 343. 'auszerordentlichkeit': falls du, im gespräche mit einer dame ... ein wort von deinen angelegenheiten ... darin anbrächtest, (würdest du) als ein erzlangweiliger ... mensch erfunden ... werden, und überträfen deine schicksale an wunderbarkeit Klimms und Gullivers abenteuer zusammengenommen Matthisson schr. (1825) 2, 270. 'sonderbarkeit, unglaubwürdigkeit': ich weisz nicht, ob es der universität anständig seyn würde, sich zu verwundern, dasz sie in Berlin ist, so wie viele auszer ihr dermaaszen darüber erstaunt sind, dasz sie um der wunderbarkeit willen die wahrheit der sache noch immer nicht recht glauben können Fischte s. w. (1845) 8, 216. besonders im sinne einer hoch wertenden, auszeichnenden charakterisierung: wunderbarkeit der mathematik Novalis schr. 2, 269 Minor; vgl. 4, 58; nur einem gelehrten wie mir (Riemer) also, der die situation (einem genie wie Goethe zu dienen) nach ihrem ganzen reiz, ihrer ganzen wunderbarkeit und würde zu schätzen weisz Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 83. 2) in pluralischem gebrauch vergegenständlicht und konkretisiert, für wunderbare dinge oder vorgänge; auch hier zu verschiedenen bedeutungen des adjektivs: die einsichtsvollern Perser hegen eben so wenig ehrfurcht vor der dogmatik und den wunderbarkeiten des islam Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 5, 136; die flucht der fräulein und die übrigen wunderbarkeiten der nacht Fouqué zauberring (1812) 3, 19. ungewöhnlich in einer komplexen verwendung, die ein subjektives bedeutungsmoment der verwunderung mit einzubeziehen scheint: da die menschen in der kindheit waren, ihr geistiges auge von der wissenschaft noch nicht berührt war, wurden sie von dem nahestehenden und auffälligen ergriffen und zur furcht und bewunderung hingerissen: aber als ihr sinn geöffnet wurde, da der blick sich auf den zusammenhang zu richten begann, so sanken die einzelnen erscheinungen immer tiefer, und es erhob sich das gesetz immer höher, die wunderbarkeiten hörten auf, das wunder nahm zu Stifter s. w. 5, 1 (1908) 6.
2709 Zeichen · 42 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wunderbarkeitf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wunderbarkeit , f. , seit Steinbach dt. wb. (1734) 2, 1047 belegbar, s. dazu das vorige und das ältere wunderbarlichkeit…

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Ableitung von wunderbarkeit 2 Analysen

wunderbar + -keit

wunderbarkeit leitet sich vom Lemma wunderbar ab mit Suffix -keit.

Alternativen: wunder+-bar+-keit

Keine Komposita gefunden — wunderbarkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „wunderbarkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wunderbarkeit/dwb
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Cotta, Marcel. „wunderbarkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wunderbarkeit/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wunderbarkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wunderbarkeit/dwb.
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