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wrickeln

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wrickeln vb.

Bd. 30, Sp. 1683
wrickeln, wriggeln, vb., sich oder etwas (drehend) hin und her bewegen, wackeln, rütteln; iterativbildung zu wricken (s. d.), vgl. auch nl. wrikkelen (Dale wb. 72133), vläm. frikkelen (Lievevrouw-Coopman Gents wb. [1950] 1, 398), wfries. wriggelje Frysk wurdboek 1, 594, ferner engl. wriggle (Murray 10, 2, 3, 368), n. vrikle (ob. over d. danske spr. 27, 566). unter bewahrung der anlautverbindung germ. wr- vorwiegend im fries. und nd., doch auch in den ans nd. angrenzenden maa. bezeugt. 'hin und her bewegen, rütteln, um etwas locker oder los zu machen': wrickeln, wriggeln Mensing schlesw.-holst. 5, 712; wriggeln, friggeln Doornkaat Koolman ostfries. 3, 575; wreggeli Schmidt-Petersen nordfries. 165b; vriggeln Woeste-N. westfäl. 309; brickeln Schambach Göttingen 33a; wriggeln Dähnert plattdt. 558; wrickel Mi mecklenb. 109; vrign Teuchert neumärk. 252; frickeln rhein. wb. 2, 800; frikkeln Damköhler Nordharz 219. entsprechend von körperbewegungen, 'sich hin und her bewegen': wriggeln hin und her rücken, nicht still sitzen Doornkaat Koolman a. a. o.; frickeln sich durch enges und verzwicktes, z. b. gassen, hindurchfinden Block Eilsdorf 63; frickeln unruhig sein, tänzeln, scharwenzeln rhein. wb. a. a. o.; sich delangs frigele sich um eine verpflichtung drücken Schön Saarbrücken 69; hierher wohl auch frekeln (Follmann Lothr. 173), freckelen (luxemb. wb. [1950] 1, 411a), die in der bedeutung 'unruhig sich hin und her bewegen' aus den angrenzenden nördlichen Rheingebieten vorgedrungen sein mögen (und mit einem bodenständigen frekeln [= frägeln, zu fragen] 'ein geheimnis zu entlocken suchen, aushorchen' zusammengefallen sind). von gliedmaszen: wrikkeln 'durch drehen und winden den fusz in enge schuhe zwingen' Strodtmann Osnabrück 293; wrikkeln in seinem gelencke bewegen und hin und her beugen, wie man thut, wenn ein verstauchtes oder verrenktes glied wieder zu rechte gebracht werden soll Richey Hamburg (1743) 47; Schütze Holstein 4, 377 (in dieser verwendung aufgenommen von Campe 5, 781a). nur vereinzelt wie wricken 2 'mit einem ruder ein boot fortbewegen', beleg von 1875 bei Kluge seemannssprache 842, vgl. Mensing schlesw.-holst. a. a. o.; Nerger Mecklenb. 385a.
2248 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wrickelnv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Wrickeln , v. trs . in seinem Gelenk hin= und herbewegen und biegen, wenn man z. B. ein verstauchtes oder verrenktes G…

  2. modern
    Dialekt
    wrickelnintrans.

    Mecklenburgisches Wb.

    wrickeln 1. intrans. wie wrackeln: de Stohl wrickelt er wackelt hin und her Monschr. 3, 698; dei krumm Greit (Hungerhark…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wrickeln

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

wrickeln‑ als Erstglied (1 von 1)

Wrickelnoors

MeckWB

Wrickelnoors m. Schelte für jem., der sehr unruhig sitzt oder sich beim Gehen auffällig dreht Ha Red .

wrickeln als Zweitglied (1 von 1)

henwrickeln

MeckWBN

hen·wrickeln

Wossidia henwrickeln sich durch Drehen des Ruders hinbewegen: mit sonn' lütt Boot würd' henwrickelt nah de Schäpen Ro.