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wortschwall

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wortschwall m.

Bd. 30, Sp. 1619
wortschwall, m. , seit dem späten 18. jh., anfangs auch in der form wörterschwall. 11) von bildhaftem ausgang her als verstärkung der bedeutung 'redestrom, wortfülle, starker wortaufwand', neben dem masz häufig auch das tempo der rede als überstürzt kennzeichnend: der vorleser, dem doch manchmal von 'des wortschwalls katarakte' die zähne knacken möchten A. W. Schlegel in: Athenäum (1798) 3, 149; die alte sah es nicht ... und fuhr in ihrem wortschwall unverändert fort Fontane ges. w. I 6, 55; ihre stimmen mischten sich in den wortschwall, der sofort aus dem haufen menschen auf ihn eindrang A. Seghers d. toten bleiben jung (1950) 78. 22) vor allem in abschätziger bedeutung, wobei, in einer fülle sich kreuzender nuancierungen, mit der sachlichen bedeutung 1 die vorstellungen des übermäszigen wortaufwandes, des phrasenhaften, des rhetorischen schwulstes, des miszverhältnisses zwischen form und gehalt, des kraft- und wirkungslosen, gelegentlich auch des heuchlerischunwahrhaftigen sich verbinden. 2@aa) durch epitheta gekennzeichnet: kein leerer, aufgedunsener wörterschwall der sprache; sondern durchaus wahre und richtige kopie des menschenherzens und menschenlebens allg. dt. bibl. 63 (1785) 119; vgl. 65 (1786) 365; tiefe herzensflüche, versteckt hinter augendienerei und leeren wortschwall Bürger s. w. 311a Bohtz; Demosthenes, der weit von dem nicht selten eitlen wortschwall des Cicero entfernt ist Heinse s. w. 4, 245 Sch. vereinzelt pluralisch: alle hohlen von ihnen blosz als verführung und verlockung gemeinten wortschwälle E. M. Arndt schr. f. u. an s. lb. Deutschen (1845) 3, 176. gelegentlich ist die sinnliche ausgangsvorstellung noch spürbar: laszt uns sein frommes gemüt aus dem breiten und schlammigen wortschwall in das klare stellen J. H. Voss antisymb. (1824) 1, 152. 2@bb) in prägnanter anwendung: euer machtspruch ist immer: opfer seiner selbst fürs gute ... beweiszt doch nun, ob dies mehr als wortschwall ist Klinger neues theater (1790) 1, 139; ach, euer freiheitsstreben ist wortschwall, leerer tand Hoffmann v. Fallersleben ges. w. (1890) 4, 328; ein buch ganz im albernen sinn geschrieben. wortschwall, der alles wahre verkehrt jahrb. d. Grillparzerges. (1890) 5, 64.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WortschwallDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Der Wortschwall , — es , o. Mz . ein Schwall, eine überflüssige Menge von Wörtern und Worten.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wortschwall

    Goethe-Wörterbuch

    Wortschwall [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    Wortschwall

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wort|schwall f. (-[e]s, ...schwälle) rü de parores f. , piun de parores m. , svat de parores m.

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Cotta, M. (2026). „wortschwall". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wortschwall/dwb
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Cotta, Marcel. „wortschwall". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wortschwall/dwb. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wortschwall". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wortschwall/dwb.
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