WÓLDAN stm. ein haufen krieger, der zum angriffe oder um beute zu machen auszieht. mlat. ital. gualdana, waldana
s. J. Grimm in H. zeitschr. 5,498. vgl. Schmeller 4,66. des heidens hers ein woldan wol fünf hundert menschen fuorten, die si mit geiselen vuorten
W. Wh. 90,12. die zît vart mit iuwern her zetal in die Viʒʒe, daʒ der woldan wiʒʒe nâch iu komen ûf die slâ und iuch benamen vinde dâ
Helbl. 15,750. der woldan der vor Wienne brant, kam ouch ungestriten dan
das. 15,774. ir wiʒʒet wol wie man hacket wâ der woldan sîn kirchenporten houwet. dem gelîch die zwêne hie gebârten
Tit. 33,10. vgl. 4686 H. wo eine kirchen.
doch wird die leseart des alten druckes durch vier handschriften bestätigt. der sinn ist: sie schlugen so auf einander, wie da geschieht wo ein haufen krieger im gefechte weite lücken, gaʒʒen
in die feinde haut. vergeblich bemüht sich J. Grimm a. a. o. 494
fg. d. mythol. 106 mythische beziehungen in der stelle zu finden. 2. das ziehen eines haufens krieger zum angriffe oder auf beute, zum oder im gefecht, daher angriff, gefecht selbst. sô gâhten derhalp knappen vil ûʒ dem her durch den woldan
um einen w. zu machen W. Wh. 236,5. dem erlôsten her, daʒ er in dem woldan
dem gefechte bî den soumen dort gewan
das. 96, 23. grâve Wetzel und ander sîne man machten manegen woldan
Ernst 5104. und daʒ den woldan niemen rite von beiden hern ân der marschalke hulde
Tit. 23,69. vgl. 2978 H. den, einen woldan rîten
Ottoc. 285. a. b. 718. a. an den woldan zogen
das. 304. b.