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wohllaut

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wohllaut m.

Bd. 30, Sp. 1166
wohllaut, m., 'angenehmer laut, schöner klang', vom klang der musikinstrumente, vom gesange und auch von der gesprochenen rede gesagt. als fachwort älterer grammatiker seit dem 17. jh. gebraucht, s. zs. f. dtsche wortforsch. 13, 211; 15, 24, wo belege aus Gueintz, Schottel, Harsdörffer u. a., sodann vom 18. jh. an in breiter verwendung; euphonie, der wohlklang, wohllaut Kinderling reinigk. d. dtschen sprache (1795) 173: von dem miszlaut und wollaut der verse Harsdörffer poet. trichter (1647) 2, 8; der artzt Asclepiades hat durch den beweglichen wollaut der lieblich zusammenklingenden seiten die abweichende vernunft anzuhalten wissen Schottel haubtspr. (1663) 67 abschn. 3; wir haben allbereit oben gedacht, dasz die alten ihre dissonantien in consonantien oder ... den übellauth in einen wohllauth zu resolviren pflegten Heinichen generalbasz (1728) 690; wohllaut in der sprache besteht nicht in der menge, sondern in der auswahl der wörter J. M. R. Lenz ges. schr. 2, 319 Tieck; der vers flieszt ... so sanft, so voll wohllaut, dasz man zärtlich gerührt werden musz Göthe I 17, 244 W.; süszer wohllaut schläft in der saiten gold Schiller 11, 383 G.; des kindes ohr findet mehr wohllaut im spatzenlärm als im gesang der nachtigall Gutzkow ges. w. (1872) 1, 62; Mozart der meister des wohllauts W. Schäfer 13 bücher (1925) 323; der pl. ist selten, weil der singular meist kollektiv gebraucht ist: welche wohllaute schliefen in deiner brust Schiller 6, 298 G.; er redet dich ... mit einigen wohllauten an Jean Paul w. 45, 268 H.; 7, 38. bildlich für 'einklang, harmonie': wohllaut der farben Wieland I 2, 37 ak.; wohl ... kann sie (die schöne gestalt) sittlich erscheinen im wohllaut ihrer glieder Herder 22, 326 S.; ihr (des mädchens) gang ist hoher wohllaut Fr. Th. Vischer auch einer (1879) 2, 155. —
1827 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wohllaut

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Wohllaut , des -es, plur. die -e. 1. Ein angenehmer Laut. Weit kräftiger lehrt euch ihr Leben, Das lauter Wohllaut i…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wohllaut

    Goethe-Wörterbuch

    Wohllaut [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wohllaut

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wohllaut , s. Euphonie und Lautlehre .

  4. Spezial
    Wohllaut

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wohl|laut m. (-[e]s,-e) armonia f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wohllaut

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wohllaut 2 Komponenten

wohl+laut

wohllaut setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wohllaut‑ als Erstglied (4 von 4)

wohllauten

DWB

wohl·lauten

-lauten , n. , consonantia, concentus, harmonia ( ist ) das zusammenstimmen, wollauten, einhelligkeyt Alberus dict. (1540) c 1 b ; um desz w…

wohllautend

DWB

wohllaut·end

-lautend , adj. 1) angenehm klingend; wollautend melodieux Hulsius-Ravellus (1616) 419 b ; wollautend, wolklingend canorus, sonorus Dentzler…

wohllautig

DWB

wohl·lautig

-lautig , adj. , ' angenehm klingend ': seit dem eilften jahrh. ungefähr sind ... diese gefügen und wollautigen frauennamen wie weggeblasen …

wohllautung

DWB

wohl·lautung

-lautung , f. , ' angenehmer klang ': ein zuosamenstimmung, ein lieblicher ton, wollautung Frisius dict. (1556) 624 a s. v. harmonia; euphon…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wohllaut". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wohllaut/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „wohllaut". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wohllaut/dwb. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wohllaut". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wohllaut/dwb.
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