Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
wohlanständigkeit f.
-anständigkeit , f. , decenz, ehrbarkeit Kinderling reinigkeit ... (1795) 247; schicklichkeit Voigt hwb. (1807) 1, 178 ; von dem zwiefach zusammengesetzten worte wohlanständigkeit müssen wir erinnern, dasz es bisweilen nichts mehr als einen höhern grad der anständigkeit bedeutet, bisweilen aber auch anzeiget, dasz das, was einer mit anständigkeit thut, ihm darum eine anmuth giebt, weil er es auf eine seinen persönlichen umständen gemäsze art thut Gottsched beobacht. (1758) 282 : auf dem reichstag ... thäte er ... den vortrag mit solcher wolanständigkeit, dasz die anwesenden über ihm erstutzten…