Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
witwenleimen
witwenleimen , -leim, m., von obd. leimen ' lehm ', s. teil 6, 697. im älternhd. für ein phantastisches, wertloses medikament, das man für grobe behandlung empfiehlt, besonders für mund, nase und hals: und lasz auch kein von mir gan, ich full im vor die lucken ( der zähne ) schon mit rosfeigen, wagensmalz und witwenlaimen; so get er an alle sorg wider heime fastnachtsp. 377 Keller; darumb bin ich auch ein maulverguldeter Chrysostomus: wolt mirs einer vergulden, er müszt viel lötgold haben, doch kindstotter und wittwenleimen thet auch etwas Fischart Garg. 398 ndr.; einer will im den narren bore…