Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
witere swv.
1. unpersönl. eʒ witeret es ist, wird wetter (gutes oder böses). witert eʒ der schalen als eʒ sol, dâ von gedîht der kerne wol büchl. 1,460. ich bin von ir vrô, swie eʒ witer ze aller zît: ir güete mir die freude gît, die mir daʒ weter swendet niht frauend. 505,31. dâ von ist daʒ herze mîn, swie eʒ witert frô MS. 2,37. b. ersâhin solchiu zeichin wie diu erde was erzittert und wie dâ was gewittert Mart. 39. a.
2. persönlich.
a. mache wetter. swer selbe teilet und welt und witert swie er wil, den sol der hagel slahen selten MS. 2,57. a. alsô witert mir diu frouwe mîn das. 31. b. — hâst du durch den willen her mich mit dir gevûrt daʒ der an mir wittre bôse wort mich mit bösen worten bestürme (ut iste cor meum injuriosis affligeret verbis suis) Jerosch. 119. a.
b. wittere. waʒ witert dich nu an, geselle (anrede an den jagdhund) Hadam. 57.