Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Windpocken
Windpocken
Pocke f. ‘Blatter, (Eiter)bläschen, Pustel’. Mnd. pocke, nd. Pocke dringt im 16. Jh. ins Hd. vor und verdrängt frühnhd. (md.) poche, (obd.) pfoche. Es gehört als Gutturalerweiterung wie aengl. poc, engl. pock, mnl. pocke, nl. pok (mit intensivierender Gemination) im Sinne von ‘Schwellung, Geschwulst’ zur Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ (s. auch Bauch, Bausch, Beule, Beutel, Busen). Der Plural Pocken wird (17. Jh.) Bezeichnung einer gefährlichen, ansteckenden Infektionskrankheit; dafür auch Blattern (s. d.). Windpocken, -blattern Plur. Kinderkrankheit mit Bläschen, die keinen Eiter, dafür gleichsam Luft (Wind) enthalten (18. Jh.).