Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
windelweich
windelweich
Windel f. ‘weiches Wickeltuch für Säuglinge zur Aufnahme der Ausscheidungen’, ahd. wintila ‘Binde’ (9. Jh.), ‘Kinderwindel’ (10. Jh.), asächs. windila, mhd. windel, wintel, mnd. mnl. windel ‘Kinderwindel’ sowie aengl. windel ‘geflochtener Korb’ sind Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ilō zu der unter winden (s. d.) dargestellten Wortgruppe, ursprünglich ‘Binde zum (Ver)binden, zum Umwickeln’. – windelweich Adj. ‘weich wie eine Kinderwindel’ (19. Jh.), besonders jmdn. windelweich prügeln, schlagen, verstärkende Bildung, mehrfach in den Mundarten, literarisch bei Kotzebue, Heine; vielleicht in lautlichem Anklang an vereinzelt im Bair. bezeugtes windelbleich ‘bleich wie weißes Windeltuch’, vgl. in: ZfdWf. 6 (1904/05) 211.