Eintrag · Rheinisches Wb.
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Werk III das Wort, auf bestimmte Wendungen beschränkt, ist allg., u. zwar węrək, –rik, –E- [-a- n. Ruhr], Pl. -ər u. -ə u. wie Sg. (selten gebraucht) n.: 1. in abstraktem Sinne. a. Arbeit, das Schaffen; et W. geəht gott va jen Hangk geht gut voran; et Samstags es et mihzte W.; ech han W. satt, — völ W. (dies auch Kobl-Stdt); sech W. bei engem froge; dat Kenk hat os jet W. gekous; et W. stoəh losse; der Träge söck (sucht) (sitt ger) ferdig W.; noə et W. goəh zur Arbeit gehen; sich lans et W. däue; sich spuən (sputen) met et W. Aach, Monsch, Eup, Jül, Dür, SNfrk; wat es dat för en W.? eine Tätigkeit Berg, Rip, Nfrk. — RA.: Kümen (stöhnen) es hauf (halbes) W. Aach-Stdt. Alles schmeck mech, bloss et W. net Geilk-Ütterath. Novvenaint (je nachdem) et W. es der Luəhn Eup. Dat es e W. möt Schruve mit viel Schwierigkeiten Kref, Mörs, Geld. Völ Händ make lecht W. Mörs, SNfrk, Ess, Aach. Ke W. hän övver jet etwas nicht beachten Köln-Frechen. — Verbreiteter in präpos. Verbr.; he es flott am W. frisch an der Arbeit, — wiər fl. am W. schimpft wieder tüchtig Berg, Rip, Nfrk; gef dich ant W.! an die Arbeit; a je W. komme Aach, SNfrk; die Frau es an ihrem W. hat die Menstruation uWupp; wen fein geiht ant W., g. schmereg enne Kerk Mörs. Et es et beste, voun ut ge W. e gen Särk (Sarg) von der Arbeit weg (ohne langwierige Krankheit) zu sterben Eup, Aach. Et es ebbes em W. es sind Machenschaften im Gange, es scheint etwas zustande zu kommen Saar, Mosfrk, Rip, Nfrk; he es schleit (schlecht) em W. es geht ihm schlecht, er ist sehr krank NBerg; jet en et W. stivvele in Gang bringen, den Anstoss zu etwas geben Rip; ebbes ans W. brenge in Gang br., veranlassen Saarbr; dat geht dech en si W.! das ist ein Hasten u. Treiben Kref-Fischeln; et geht alles en si W. wo viel zu tun ist u. alles bei der Arbeit ist Gummb-Stadt. Dat ös der Her von et W. das Haupt des Hausgesindes, Hausherr Kemp-Boish. De es vörm W.ə fleissig Wuppert-Kronenbg. Se hant noch ens te W. geleit (gelegt) gepoltert Sol, uWupp; et ze W. lege das Holz vorher zusammenpassen, vor dem Verzapfen, in der Zimmermannsspr. Aden, Ahrw, Eusk; dat hat met alle Hellige ze W. gegange man ist glückl. einer Gefahr entronnen Monsch, Eup, Aach; sech ze W. lofe emsig hin- u. herlaufen Dür-Winden. — b. Handlung, Durchführung; en got, schlecht W. gut od. schlecht ausgeführt; rauhw W. grobe, schlechte Arbeit; dat es märr hauf (halb) W. oberflächl., dat es alt so (en) W.! schon so etwas Aach, Eup, SNfrk; wat es dat en schäbbig W.! eine hässliche, schmierige Arbeit; dat es sin ege W. hat er selbst hergestellt, eingerichtet; das hat er mit allen Folgen zu verantworten; dat es en e. W. met dem eine eigentüml. Sache, ihn muss man zu nehmen wissen, er hat allerlei Eigenheiten; met den Kumkummern (Gurken) es et en e. W. das Pflanzen und Ziehen derselben muss verstanden sein; dat es hi en eng W. wenig Platz zum Arbeiten; en dem Hus es et en erbärmlich Werk da herrscht Armut; dat es Huddelsw. (huddelig W.) schlechte, nachlässige Arbeit, — Düvelsw. gemeine Handlung; em Hus es dat en arg Behelpensw. da muss man sich sehr behelfen; do es üəwerall Armutsw. Berg, RRip; den Garden hät W. (ist so gut bearbeitet), dat do gene tegen ankann Emmerich. RA.: E got W. wellt sine Tid han SNfrk, Rip, — well Wil han Köln-Stdt. Et Werk loff singe Meister ebd. — c. Handlungsweise; en got W. an enem don einen Hilfsbedürftigen unterstützen Rip, Allg.; dat es en deck W. töschen den tweien eine dicke Freundschaft Berg, Siegld-Obersd, Klevld. — d. Umstände; da's e gesatz W. abgemachte Sache MüEif; W. va jet mache Aufhebens Aach; de macht nit vill Werks Umstände Altk-NFischb; mach kä Werks! keinen Unsinn; das is e Werks uNahe (nur in dieser Wend.). — 2. in konkretem Sinne. a. im allg., in Wend.: Bei dem es Kopp un Arsch ein Werk ohne Erkennungen der Körperlinien Sieg-Rhönd; dat es göulden W. dogén vorzuziehen Sol; verkiəken W. zu frühes Wochenbett Kemp-Süchteln; dat es Nörnbergisch W. (vom Spielzeug der Kinder), wall gemat en net ze stärk mangelhaft u. aus dünnem Holz gemacht Aach-Stdt. — b. erden W. irdenes Geschirr uWupp. — c. Wabe im Bienenkorb Prüm-Busb, Aach, Geilk, MGladb. — d. das Gewebe, so lange es noch auf dem Webstuhl ist, also noch nicht fertig ist; ist es vom Stuhl abgenommen, ist es en Stöck; ech häbb jetz en schüən W. Kref. — e. Krankheitserscheinungen. α. et decke W. Blähung, das Auflaufen der Kühe Siegld. — β. et hellige W. Drüsen am Halse Heinsb-Lümb, Kemp-SPeter, Geld, Mörs. — f. eine Menge; wat hadde die e W. gebacke! Siegld-Nauholz; dat ganze W. alle die verschiedenen Leute Obersd. — g. nach dem Nhd. α. Fabrik, Braunkohlengrube, jedes in Betrieb stehende Steinkohlenflöz Allg. — β. Uhrwerk; dat W. in de Auer is nit in de Reih nicht in Ordnung Rhfrk, Allg. — γ. in Zs. Bau-, Berg-, Busch-, Dach-, Eisen-, Fabrik-, Fach-, Feder-, Feuer-, Fuhr-, Gang-, Hand-, Mach-, Maul-, Mühl-, Pelz-, Poch-, Riemen-, Schlag-, Schuh-, Strauch-, Treibw.
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DialektWerk III
Rheinisches Wb.
Werk III das Wort, auf bestimmte Wendungen beschränkt, ist allg., u. zwar węrək, –rik, –E- [ -a- n. Ruhr], Pl. -ər u. -ə…
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Kompositum 4
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Cotta, M. (2026). „werkiii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/werkiii/rhwb?formid=W03084
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Cotta, Marcel. „werkiii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/werkiii/rhwb?formid=W03084. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „werkiii". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/werkiii/rhwb?formid=W03084.
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