Eintrag · Elsässisches Wb.
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wellen II, willen [wèlə fast allg.; wìlə Harsk., welə Wh.; Ind. Pr. 1. 3. wel allg., 2. wet allg.; Pl. wąį M.; wai Steinbr. Landsman Lied. 132, wan Mü. Lutterb. Su. Hlkr. Dü. Scherw. Bf., wan u. wèlə Co. Henry; ‘wend ihr’ Wickram Roll. 13, wèlə Bisch. U.; ‘Dee schrywe was err we'nn: dis geht ych haidebritsch’ Pfm. II 6. ‘ir wöllen’ Pauli 379; ‘Ich thuo, was ir wendt’ Murner Mühle 653; sì wèn Betschd.; ‘sü went’ Str. 1447 Brucker 218; ‘sie wellent’ Str. 1469 Brucker 221; ‘sie wellen’ Murner Mühle 287; ‘wend’ Wickram Roll. 95; ‘sie wöllen’ Bock Kräut. JB. XIX 307. ‘sie wellen doch nit den namen han’ Brant Narr. Vorr. 13; Conj. wòt, wòt, wòte allg.; ‘y wott jnn alwelichen zu nemmen, wan er my wott’ Mosch. II 297. ‘Wan ich hätt wotte-n-aku’ Lustig I 463; Part. wèlə Heidw. Steinbr. Lutterb. Su. Hlkr. Co. Dü. Mark., kəwèlt M. Bf. Bisch. Illk. Str. K. Z., kwèlt Betschd., kəwòt Bisch. Str. K. Z., wòtə K. Z., kəwelt Wh.] wollen. Wart, i(ch) will dir! abmahnende Drohung allg. Wënn ich will! trotzige Abweisung einer Bitte od. Aufforderung allg.; es folgt dann gewöhnlich als Gegenantwort: Se heb der Katz der Wadel und drill! Dü. Jo, ich will wohl (sc. glauben), awer ... (er hätte es doch anders machen können) Zustimmung mit Zweifel Su. Willst de! willst du wohl! Hf. Willst oder nit? letztes Angebot allg. Wënn de nit willst, so hast gehabt! Liebsd. Su. Dü.; Var. ze hest gehet U. = wenn du nicht auf meine Bitte, meinen Vorschlag usw. eingehen willst, so lass es bleiben. Wie de willst! Scherzantw.: ist kein Dornenwëll! Wortspiel mit Wide Weide Illk. Willst sin lon! willst du's wohl bleiben lassen, unterlassen! Su. Sind die Biren aüch guet? Antw. Wënn de willst(das glaub ich!), sind dië guet; sie vergehn eim im Mul wie Zucker Bf. s will uhm es will ihm, das Glück ist ihm hold Altw. s will ihm nit Katzent. Hf. s Glück will ihm nit Liebsd. Der Mann will, aber s Glück gar nit ebd. s will noch nit rëcht sagt einer, der noch nicht ganz genesen ist Su. Wie wënn mer will und kann nit von einem, der ein wertloses Geschenk macht Str. Mer will ihm man will ihm wohl Hf. s. auch wohl 2. ‘guet wölle wohl gewogen sein’ Str. Ulrich. Er weisst nit, will er ader het er gehabt er ist unentschlossen Dü. Wënn eim die Heilijen wain, ist güut in den Hämmel kummen M. JB. II 168. Dere Hau (Hacke) wellen mir schon e Stiel machen diese Sache wollen wir schon auf die richtige Art in Gang bringen Obbr. Wëllen mir? wollen wir Katzent. Dü. Allez (frz.), wellen mir (sc. gehen)? K. Z. Allez, ze (so) wellen mir! Ingenh. Wie-n-ihr wëllen! wie ihr wollt Scherw. ‘manär ... vo s rachtä van un tiän’ Landsman Lied. 140. Jo, do wollt ich och noch! verächtlich abweisend Katzent. Der Hättich und der Wolltich sind zween Brüeder gesin Dü. Der Schaki het e Schib verhejt! Antw. Jo, ich wollt ihm! ebd. Ich hätt doch nix (derfür) gewollt! halb scherzhafte Erwiderung auf ein nacktes Merci! wenn man für den vorher geleisteten Dienst eine andere Belohnung erwartet hatte Str. Hest wellen? sagt man spöttisch zu einem, dem es nicht gelungen ist, einen zu erwischen Su. Dü. Er het nix mehr wellen mit mir Co. Henry. Hest nit wellen? Steinbr. Wann mer dich heischt (heisst) mit ëssen, bruchst nit willen den Finen machen! Harsk. Mer het ihne gewellt und auch nit man schwankte bei seiner Wahl; einige waren für ihn, andere gegen ihn Ingenh. — Basel 313. Bayer. 2, 886.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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modern
Dialektwellen II
Elsässisches Wb.
welle n II , wille n [wèlə fast allg.; wìlə Harsk. , welə Wh. ; Ind. Pr. 1. 3. wel allg., 2. wet allg.; Pl. wąį M. ; wai…
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Kompositum 4
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