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weinschank

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weinschank m.

Bd. 28, Sp. 986
weinschank, m. (f. bei Kramer t.-ital. 2, 1300a), seit dem 15. jahrh. 11) als nomen actionis: 'ausschenken des weines (im kleinverkauf)', 'der ausschank von wein', in älterer zeit häufiger mit dem verbum gebrauchen: so ist auch der wynschank eine übunge und gebruch der leien, der der geistlichkeit nit zu stet (v. j. 1434) K. A. Schaab gesch. d. gr. rhein. städtebundes 2, 427; die sich heimlich winschanks zu Heidelberg bi tag oder nacht gebruchen (v. j. 1479) Heidelberger urk.buch 1, 192; wer sich winschancks in Winheym gebruchen will ... wer dem ungehorsam wer, der solt furbasz kein winschanck han (v. j. 1489) in zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 4, 308 Mone; öffentlicher bier- und weinschanck Mengering gewissensrecht (1661) 14; leute, welche sich vom bier- und weinschanck nehreten J. G. Schmidt rockenphilos. (1706) 1, 164; geschieht aber dieses (der weinverkauf) nach den stübichen, vierteln, kannen und maszen, so entsteht hieraus der aus- oder weinschank allg. haush. lex. (1749) 3, 395; mit stärkerem hineinspielen von bedeutung 2: er resolvierte ... nach unserer wiederkunft ... einen weinschanck anzufangen d. Leipziger avanturieur (1756) 1, 9. 22) daraus 'weinschenke, der ort, wo der weinschank stattfindet', nicht immer sicher von bedeutung 1 zu trennen: ein weinschank popina in einem vocabular v. j. 1419 bei Schmeller-Fr. 2, 431; wo der kranz hangt, ist der weinschank (16. jahrh.) Mittler dtsche volksl. 625b; (der rekrut erbt) einen weinschank dazu von seiner paten, ein gewölbe mit zwanzig stückfasz wein Schiller 12, 31 G.; sie fanden den weinschank in der nähe des schauspielhauses Holtei erz. schr. 11, 59; doch anders ging es auf des lagers saum im weinschank her; — da flog champagnerschaum Freiligrath ged. (1840) 308; alle unsere ersten heldinnen würden mir gestern mit vergnügen in einen weinschank der rue du rempart gefolgt sein K. Gutzkow ges. w. (1872) 7, 353; heute veraltet. als gemarkungsname bei Kehrein volksspr. in Nassau 3 (1872) 603. 33) 'das recht, den weinschank zu üben', im 19. jahrh. nicht mehr bezeugt; nach Fischer schwäb. 6, 1, 626 heute noch möglich, vgl. weinschanck dritto di vendere Kramer t.-ital. 2, 1300a; Haym jurist. lex. (1738) 1328, Schwan nouv. dict. (1783) 2, 1024b, Adelung 4, 1461: der weinschank seie des voigtes (v. j. 1409) weisth. 1, 584; der weinschank gehörte wohl nur den herrschaften K. G. Anton gesch. d. dtsch. landwirtsch. (1799) 1, 414. —
2459 Zeichen · 77 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Weinschank

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Weinschank , des -es, plur. car. der Verkauf des Weines in kleinen Quantitäten, zum Unterschiede von dem Weinhandel;…

  2. modern
    Dialekt
    Weinschankm.

    Pfälzisches Wb.

    Wein-schank m. : 'Weinausschank, Ort und Recht des Weinausschankes'. a. 1464: da sol einer gan zu dem meiger, zu suchen …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weinschank

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von weinschank 2 Komponenten

wein+schank

weinschank setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

weinschank‑ als Erstglied (1 von 1)

Weinschankung

PfWB

weinschank·ung

Wein-schankung f. : 'Weinausschank'. a. 1535: Inname von Weynschankung vff den kyrweyhen [ZweibrLSchR]. —

weinschank als Zweitglied (1 von 1)