weidlich,
adj. nur deutsch: mhd. weide(n)lich
mhd. wb. 3, 554
b; Lexer 3, 740
f., mnd. wedelik Schiller-Lübben 5, 654,
nicht vor beginn des 13.
jahrh. belegt: dô reit der rîter edele vil weidenlîche dan
Nib. 898, 1 A. B (weidenlîchen C).
die ahd. glossen des 8.
und 11.
jahrh., die vorausliegen: uenalem uueidalichan Steinmeyer - Sievers 1, 584, 42;
uenale (
supplicium) vueidanlihi 2, 460, 66
sind ohne zeugniswerth, schon weil sie für venalis eine übersetzung versuchen, die höchstens für venatorius zuträfe. das wort ist vielmehr nach mhd. bildungsgesetzen zu beurtheilen. charakteristisch ist die dreiheit der formen weidenlich, weidelich, weidlich,
ihr stehen parallel die gleichen schwankungen bei verbaladj. wie lîd(en)lich, trost(en)lich, vergezz(en)lich, würk(en)lich.
faszt man auch weidlich
als verbaladj., so erklären die beiden ahd. verba weidôn
und weidanôn
die doppelte stammbildung. bisher hat man weidlich
zu weida '
jagd'
gestellt, so noch Wilmanns
wortbild. 2 § 368.
diese auffassung geht zurück auf Schmeller 4 (1837) 27,
sie ist J. C. v. Schmid
schwäb. (1831) 522
noch fremd. auf rechter spur war schon Heppe: es wird aber der name weydmann hergeleitet von dem uralten deutschen wort weydlich
aufr. lehrpr. (1751) 4,
nur dasz er das verhältnis auf den kopf stellt. dagegen lehrt Adelung 5 (1786) 132
zus.-hang mit ags. hwate,
schwed. (h)vat '
hurtig, vortrefflich',
isl. hwatur '
schnell'.
er übernimmt den irrthum aus Wachter (1737) 1847,
der seinerseits eine noch ältere ableitung von Wodan
ablehnen musz. so ist der etymologische zus.-hang jahrhundertelang verdunkelt gewesen. einer volksetymologie dankt wol die schreibung weitlich
ihre existenz. sie begegnet im 16./17.
jahrh. bei Ostmd. n (Ayrer
proc. 2, 3; Chemnitz
schwed. kr. 2, 5. 158; Prätorius
glückst. 274; Butschky
Pathmos 262)
und hd. schreibenden Nd. n (Pomarius
magd. stadtchr. Bb 1
b; Rist
friedew. Teutschl. 18; A. U. v. Braunschweig
Oct. 3, 863).
gelegentlich scheint weidlich
auch in seiner bed. von weit
beeinfluszt zu sein: ich bin nur ein armes garnichts. mein verdienst, vom sonnenstäubchen wird es weidlich überwogen Immermann 12, 12
Hempel. so dasz mitunter keine sichere zuweisung möglich ist: als denn die hantfesten der vorschreibunge von uns doruff gegeben weytlich ausweisen
lehnsurk. Schlesiens 2, 181.
verbreitung. weidlich
bleibt der höfischen dichtung des mittelalters fremd, bei einem Pseudo-Neidhart (
minnes. 3, 292
b v. d. Hagen)
und im stil der volksepik (
Lohengrin 4595
Rückert; herzog Ernst 4672. 75
v. d. Hagen; Reinfried v. Braunschweig 22126
Bartsch)
faszt es zuerst fusz. mit dem socialen abstieg der literatur wird weidlich
im 15.
jahrh. häufiger, im 16.
folgt seine blüthezeit: 240
von 630
belegen gehören diesem jahrh. an, aber sogleich im 17.
jahrh. sinkt es auf 82
belege, 1698
musz es Bödiker
grunds. d. d. spr. 173
in seine sammlung von Lutherwörtern aufnehmen, die im ersten anblick nicht verstanden werden. 1733
bezieht sich Seume
kl. t. lex. 269
zur erläuterung des wortes auf Bödiker, Adelung
nennt es ein nur im scherze oder den vertraulichen sprecharten übliches wort, Teller
vollst. darst. 1 (1794) 49
nennt es ganz, Heynatz
antibarb. 2 (1797) 620 mehrentheils veraltet.
dem entspricht, dasz die jahre 1701
bis 1770
nur 25
zeugnisse bieten, dasz Herder (26, 298)
und Schiller (1, 352) weidlich
nur je einmal gebrauchen. der schlusz des 18.
jahrh. bringt es auf 75,
die zeit seit 1801
auf 126
zeugnisse, Campe 5 (1811) 640
a kann es als altes aber brauchbares und zum teil auch von neueren gebrauchtes wort
bezeichnen. das ist der zutreffende ausdruck dafür, dasz weidlich
zur zeit des sturms und drangs eine neubelebung aus obd. mundart erfahren hat, in der es bis heute lebt: Martin-Lienhart
els. 2, 792
a; Henry
colm. 237; Mankel
münstert. 169; Kaiser
Todtmoos (1910) 25; Stalder
schweiz. 2, 442;
aarg. Frommanns d. mundarten 5, 257;
aus Bregenz das. 6, 118;
aus Öhringen das. 3, 534; Schmid
schwäb. 522; Schmeller
bair. 2 2, 854;
cimbr. 174; Unger-Khull
steir. 625
a. Auerbach
kennt das wort aus seiner heimath im württ. Schwarzwald, meint es aber nhd. lesern deuten zu müssen: die mutter hatte es vollkommen getroffen, wenn sie nach dem landesüblichen ausdrucke sagte: mein Alban ist ein waidlicher bursch, denn mit waidlich bezeichnet man das hurtige wie das jugendfrische
dorfgesch. 4, 23.
die form. 11) weidenlich
gilt obd. vom ende des 13.
bis nach mitte des 16.
jahrh.: Reinfr. v. Braunschw. 5603
Bartsch; Lindener
rastbüchl. 47
Bolte. sie ist alem.: Egenolf
Peter v. Staufenberg 551
Jänicke; Rost v. Sarnen
Heidelb. liederhs. 949
Pfaff; Suso 14, 20
Bihlmeyer; Terenz (
Str. 1499) 43
b,
schwäb.: J. v. Würzburg
Wilhelm 7819
Regel; Lirer
alte schwäb. gesch. b 2
b;
städtechr. 5, 249,
bair./östr.: Hadamar v. Laber 28; Vintler
blume d. tug. 8559;
Sterzinger spiele 15, 123
Zingerle, und ostfränk.: städtechr. 3, 361; Stainhöwel
cl. mul. 270;
fastn. 401, 20
Keller u. ö.; Thomas v. Absberg 196; Cochläus
trag. J. Hussen 29
neudr. diese verbreitung stimmt nach zeit und raum zu der des verb. weidnen,
s. u. 22) weidelich
ist mhd. die häufigste form, zuerst B. v. Holle
Crane 3497
und K. v. Würzburg
Parten. 6544,
zuletzt Waissel
chron. (1599) 214
a.
sie herrscht md. von ost bis west: H. v. Freiberg
Trist. 1135
Bernt; Leipz. märchenhs. des 15.
jahrh. bei Haupt
altd. bl. 1, 157; Ködiz v. Saalfeld
leben d. heil. Ludwig 93, 29
Rückert; Stolle
thür. chr. 88
Thiele; Wig. Gerstenberg
chron. 162
Diemar; Alberus
fab. (1534) 21, 391
neudr.; rheinl. voc. bei Diefenbach
gloss. 545
b;
n. gloss. 21; Scheidt
grob. 2844
neudr., später auch am Oberrhein: Brant
narrensch. druck N
zu 111, 22
Zarncke; Terenz (
Str. 1499) 143
a; Murner
geuchm. 1506
Uhl, sodann bei hd. schreibenden Nd. n.: Oldecop
chron. 128. 141
Euling; satiren u. pasqu. 1, 60
Schade. 33)
eine mnd. nebenform weyderlik Schiller-Lübben 5, 654 (
aus e. Bremer gebetb. des 15.
jahrh.)
erklärt sich wie mnd. schedderlik
neben schedelik
das. 4, 58.
einschub eines t (
wie in gelegentlich, ordentlich, wesentlich)
bleibt selten: bescheidentlich, weidentlich Lehman
flor. pol. 3, 31; weidentlich Westenrieder (1816) 660.
die nebenformen weidiglich
schriften f. schlesw.-holst. kirchengesch. 2 ii 211 (
aus Tönning 1608), weidachti(g) Klein
prov.-wb. 2, 229 (
aus d. bair. wald)
spielen kaum eine rolle. 44) weidlich
ist die nhd. normalform geworden. sie ist vor Luther
ganz selten: Schernberg
spiel v. frau Jutten 48
Schröder; Terenz (
Str. 1499) 76
a; Keisersberg
bilg. 37
a,
aber früh die regel in Wittenberger Lutherdrucken: 15, 622. 18. 268. 28, 137. 30 ii 369. 32, 443
Weim. Luthers
anhänger und landsleute schreiben und drucken so: Rörer
bei Luther 32, 161
Weim.; Sachs 9, 80. 17, 35. 21, 68
Keller-Götze; M. Agricola
musica instr. 124; Rebhun
hochz. zu Cana 3, 327
Palm, Waldis
Esopus 1, 17
v. 96; 1, 48
v. 22; 2, 22
v. 31
Kurz; Alberus
fab. (1550) 44, 81
neudr.; Flacius
Lucifers sendbr. B 3
a.
obd. setzt sich die form durch seit Pauli
schimpf u. ernst 360
Österley; Zwingli 2, 149. 169
Egli; Hedio
chron. germ. K 2
b; Schaidenreisser
Od. 111, 31
Weidling; J. Ruf
des herrn weing. 886. 1549. 2497
Bächtold; H. R. Manuel
weinsp. 628
neudr.; Wickram 6, 103
Bolte. seitdem ist weidlich
die häufigste von allen formen. 55)
die schreibung waidlich
tritt zuerst 1519
auf: Uhlands volksl. 181, 16.
sie ist, wie die entspr. schreibung von weiden
v., wesentlich bair./östr.: Rösch v. Geroldshausen
wunschspr. 152
Fischnaler; Nas
antipap. eins u. hundert 1, 5
b;
erzh. Ferdinand
spec. 7
neudr.; Albertinus
zeitk. 56
b,
doch auch in Augsburger und Ulmer drucken verbreitet: Luther 10 iii 240
Weim.; Schaidenreisser
Od. 38, 10
Weidling; Frank
chron. Germ. 172
a;
moriae encom. 55
a,
seltener alem.: Fischart
glückh. schiff 666;
kehrab 294
neudr.; Rompler v. Löwenhalt
reimget., vorr. 5
und ostfränk.: Sachs 22, 494
Keller-Götze; Götz v. Berlichingen 45
neudr.; Fischer-Tümpel
kirchenl. 1, 151.
hier überall zeigt die schreibung, dasz altes ei
von î
durch offnere aussprache geschieden war. wenn dagegen Arndt
briefe an freunde 8, 70;
erinn. 359;
ged. 139
und nach ihm Treitschke
d. gesch. 2 292. 386 waidlich
schreiben, so ist ihnen der zus.-hang mit waidmann, -werk
lebendig. 66) Lanckischs
bibelconc. (1677)
ordnet weidlich
neben weide '
salix' 70
spalten vor weyde '
pascua'
ein und beweist damit den mangel etym. bewusztseins. die schreibung weydlich,
die man nach dem sp. 541
und 562
gesagten im 17./18.
jahrh. als norm erwarten sollte, begegnet zwischen 1512 (Keisersberg
bilg. 162
b)
und 1751 (Heppe
aufr. lehrpr. 247)
nur 70
mal in absichtlosem wechsel mit weidlich,
kaum je bei theoretikern. bedeutung. auszugehen ist von der bed. '
jagdgemäsz': habich und sperber und sogetone krimende oder weideliche vögel die zuo weidewerck gehören
Sachsensp. 3, 48
glosse, jagst du under stunden? nein, daʒ laʒ ich beliben ... des gan ich junc und alten und ouch verhœren weidenlichiu mære Hadamar v. Laber 45; kanstu mir des ützit gesagen, so wil ich dich für ein weidelichen knappen haben
Uhlands volksl. 1
str. 3;
in str. 5
entspricht jegerlich.
die entspr. bed. gilt bei geweidlich
th. 4 ii 5432
noch 1649. weidlich
wird gel. noch nach ende des 17.
jahrh. von jagd und jagdthieren gebraucht: der graf ... läszt sich mit horn und hunden weidlich hören Hoffmannswaldau
heldenbr. 133; die schöne jagd, so weidlich war sie nicht auf deutschem boden Klinger
Otto 10
neudr.; denn er war auch ein weidlicher spürhund (
ἴχνεσι γὰρ περιῄθη) Voss
Od. (1781) 17, 317; der mann ... hat wieder einen weidlichen hasen geschickt Bürger
briefe 1
nr. 54
Strodtmann. eine erinnerung an den ursprung des worts ist dabei nicht mehr vorhanden: weidlich, welches so viel als wacker oder brav heiszet Döbel
n. jägerpract. 4, 25,
vielmehr ist weidlich
schon seit dem 14.
jahrh. in derselben richtung entwickelt, wie jägerlich
th. 4 ii 2222:
der wehrhafte, körperlich behende, seines auftretens sichere jäger steigt zum ideal des mannes in seiner äuszeren erscheinung: Wildehelm berait sich mit sim gesinde waidenlich nach siten der welt Joh. v. Würzburg
Wilh. 9198
Regel; da inne sasz under den andren ein weidenlicher kneht, der truog hofflichú kleider ane Suso 149
Bihlmeyer; (
wärest du bei unserm turnier gewesen) inde heyddes de weydelichgen rytter inde kneychte alle geseyn, de day wayren
privatbr. d. mittelalt. 1, 8
Steinhausen. für den ursprung des wortes bleibt bezeichnend, dasz es allein unter seinesgleichen später von frauen- als von männerschönheit gebraucht wird: ir rock waidenliche waʒ an iren zarten lib gesnitten nach waidenlichen sitten
liedersaal 1, 142, 568
Laszberg; ir corpus, ir gelider so hübsch und waidenlich gestalt daʒ klüger bild nie ward gemalt 382, 253.
hier wie in der weiteren entwicklung tritt prädicativer gebrauch kaum je hervor: als ich jung war und waidlich, da hatt' ich ein kind Arndt
ged. 312.
auch die steigerungsformen spielen eine geringe rolle: wer am waidlichsten sauffen ... kan, der ist der aller feinst mann Albertinus
de conviv. 35
a; nicht fröhlicher, weidlicher, kühner schwang vormals der braune Sabiner mit männlicher freyheit den hut Hagedorn 3, 147.
subst. gebrauch ist überhaupt nicht belegt, so dasz sich die entwicklung wesentlich im attr. adj. und adverb vollzieht. II.
das attr. adj. ist in seinen gebrauchsweisen ziemlich starr. I@AA.
an die grundbed. knüpft weidlich
als attr. von thieren an: den morgen thet er Reynharts braunen, das weydlich pferdt daher furen
Aymon b 2; Deutschland ist wie ein schöner waidlicher hengst, der futter und alles gnug hat, und fehlt im nur an einem guten reuter Henisch 684, 43; das ein solcher groszer weydlicher hund so faul sein solt Eppendorf
Plinius 8, 74; aber Alkinoos gab zwölf weidliche schafe zum opfer Voss
Od. 8, 59; weidliche stiere zu schmücken folget in's weihgeheg' R. Wagner 2, 204. I@BB.
viel häufiger steht weidlich
als attr. von menschen. I@B@11)
vom mann gebraucht steht das bed.-element der wehrhaftigkeit in älterer sprache voran: (
mancher führt kriege) das er so ein weydlicher man sey und angesehen werde Luther 19, 658
Weim.; von den ackerleutten werden geboren kuene, weydliche helden Agricola 750
sprichw. Q 8
a; ein weydlicher kriegszmann und gelerter fürst Frank
weltb. (1542) 61
b; das ist ein weidlicher bruoder im feld Sleidan
reden 102
Böhmer; weidlich
robustus, vir militaris Spangenberg
adelssp. 1, 413.
noch im sinn der grundbed. ist es, wenn das bed.-element der thatkraft und geistesgegenwart bes. hervortritt: sydmal ich aber davor des weidlichen diener gottes Martini Luters gedacht hab Zwingli 2, 144
Egli; praesens animus ein weydlicher odder endlich man Franck
sprichw. (1545) 1, 13
b; weidliche handtetige männer Schütz
hist. rer. Pruss. 1 C 4
d.
von da entwickelt sich weidlich
in zwei richtungen. I@B@1@aa)
es wird zum allg. lob des '
rechten kerls': es war auch ein man ... mit namen Boas, der war ein weidlicher man
Ruth 2, 1; waz wilt ir schicken, damit sie dich für ein weydlichen man, nit für ein küssenpfenning achten? Wirsung
Calistus q 4; also wise er in zuo einem wirt, den hett alle welt für ein frumen und weidlichen man Wickram 2, 249
Bolte; es wohnte aber eine stunde von Waldstätt ein weidlicher kaufmann Jung-Stilling 1, 230,
früh auch ironisch gewendet: gar ein feiner, weidlicher tyrann Luther 19, 416
Weim.; ein weidlicher hach und ein weltkind Mathesius
hochzeitpr. 78, 31
Lösche; du bist gwüszlich ein weydlich man, nach dem, als du mich sur gsichst an H. R. Manuel
weinsp. 628
neudr. I@B@1@bb) weidlich
richtet sich auf körperliche stattlichkeit: ein weidenlich wolgestalter knab
gesta Roman. 62
Keller; ein student, der war ein weydlicher, starcker und langer gesell Schumann
nachtb. 221
Bolte; es kost disz göttelkindlein manchen feinen Abbezellerchnaben, und manch weydlichen pfettern
Garg. 167
neudr. I@B@22)
erst von hier aus wird übertragung auf die frau möglich, von der es '
schön, stattlich'
bedeutet: genad, ain freulin waidelich O. v. Wolkenstein 20, 4
Schatz; jungfraw! ir sint edele, ir sint ein weidelich wip
Uhlands volksl. 36, 7; ja, mir gefelt die weidlich dirn Sachs 7, 151
Keller; heroides ... herrliche und weidliche frawen Calepinus XI
ling. 647
a.
ironischer klang ist auch hier möglich: darzuo hat er sich geförcht diser weidlichen metzen unbillich zethuon Boltz
Terenz (1539) 15
a; sie war eine weidliche frau, klug und sparsam, oder vielmehr genau Kortum
Jobsiade 1, 35. I@B@33)
von einer mehrheit von menschen gebraucht bed. weidlich '
rüstig': synt vroim lude ind starck, ind rydend zo samen mit groiszen weydeligen schairen
orientreise des 15.
jahrh., zs. f. d. phil. 19, 18; Galmy ... mit einer weydlichen gesellschafft zuo Vannes auszreyt Wickram 1, 108
Bolte; wo findt man by uns mer, die springen, steinstoszen, louffen, anders me, das man byn alten vor hat gse? drumb warend es gar weydlich lüt H. R. Manuel
weinsp. 3300
neudr.; Fortuna sucht ein weidliches geschlecht Immermann 15, 388
Hempel. I@CC.
als attr. unpersönlicher nomina steht weidlich
zuerst im 14.
jahrh.: mir trombt ain waidenlicher trom
liedersaal 1, 131
Laszberg. meist sind es sichtbare objecte, in der landschaft: by synen tyden ... was ene ververlich ertbevynge, dar weydelike stede, sloete, dorpe gans vergengen
münst. chron. 1, 131
Ficker; lieben herren sehent, was weydliches schlosz
Aymont a 6
b; kam ich einsmals in einen groszen weidlichen ungehewren wald
engl. comed. (1624) M 2
b; was, halbträumender, sinnst du im gras an dem weidlichen birnbaum? Voss 2, 202,
oder auch ganz allg. optische eindrücke: steh, Grieche, steh, du bist ein weidlich ziel (
thou art a goodly mark) Shakespeare
Troilus 5, 6; der noch gelbschnablichten jugend ziemt ein weidlicher sprung, man kälbere, weil man ein kalb ist Voss
Luise (1825) 3, 1, 543; (
der fuchs lauscht) waidlichem schritt edeler hirsche Arndt
ged. 348; ein weidlicher blick (
anblick ist) der gestreckte feind Klinger
n. theater 1, 257.
sodann hörbares: es sthen gar grosze weidliche lugen drinnen Luther 27, 21
Weim.; (
ein vorwurf, mit dem) man dann gemeyniklichen alle weydliche und ehrliche fürschleg pflegt zuo verhindern Micyllus
Tacitus (1535) 215
b; ein weidliches pereat Sintenis
Max Wind und cons. (1780) 472; es erscholl ein weidliches gelächter Langbein 6 (1841) 279; du sollst meinen söhnen auch lustige und waidliche geschichten erzählen Arndt
mährchen 1, 103,
ferner eindrücke, die durch gefühl und geschmack wahrgenommen werden: (
zur schönen frau gehören) zwai diechlin waidelicher hitz O. v. Wolkenstein 66, 21
Schatz; auf diese ... folgte ein weidliches trinkgelag Bode
Th. Jones 4, 329; so mich euer fürwitz noch eine viertelstunde länger ungehindert gelassen, könnt' ich euch zu einem weidlichen bissen sauwildbret einladen Scheffel
Ekkeh. 77.
selten ist weidlich
attr. von übersinnlichem: de zele leet he vorroten unde achtet dat weydelyke bylde godes nicht
gebetbüchl. (
Lübeck 1485) C c 7; ey das dich der lieb Jesus bhüt wie tregstu so eyn weydlich gmüt Wickram 4, 66
Bolte; einen scharfen und weidlichen verstand, der nicht tölpisch noch bewrisch ist Leonhart
H. Schotens vita honesta (1613) 13; der nordteutsche sinn an sich ist schon streng und spröd, despotisch angestrengt ist er dem waidlichen südteutschen noch viel fremder geworden Arndt
geist d. zeit (1806) 315; Christian ... beschlosz sich einen weidlichen mut anzutrinken Ilg
brüder Moor (1912) 6. IIII.
das adverb ist freier, breiter und mannichfacher entwickelt. II@AA.
auf das thun eines thiers angewendet bed. es erst '
muthig',
dann '
tüchtig'.
von der grundbed. her erklärt sich, dasz weidlich
zumeist vom hund gebraucht wird: (
ein jäger) thet jn (
seinen hund) auf den hasen hetzen, das er solt weydlich an jn setzen Waldis
Esopus 1, 22, 4
Kurz; otterhund, die beiszen sich weydlich mit dem otter Sebiz
feldb. 576; indesz er weidlich boll Lohenstein
Armin. 2, 1486
a; hätte er ihn doch eben so leicht ... von dem bullenbeiszer weidlich können zerzausen lassen Liscow
samml. sat. schr. 105.
im kreise der jagd bleiben auch: gefährlich war die jagd mit diesen wilden säuen: sie wehreten sich steif, sie liefen weidlich an
lieder des 30 jähr. kr. 279, 73
Opel u. Cohn; so soll man es (
ein pferd) weydlich lauffen lassen, bisz es wol erwarmet Tabernaemontanus (1664) 587; das pferd fieng weidlich an zu treten für ungedult Claudius
Asmus 1/2, 153; fallen fünf wölf in die heerd' und packten weidlich an Göthe I 8, 23
Weim. selten wird diese sphäre verlassen: eine dicke ... kleiderlausz ... tummelte sich oben gegen den schuldern weidlich Kirchhof 2, 78
Österley; wil die warheit nit verhälen, nirgend besser blumen sein: dorten wollet waidlich stehlen (
ihr bienen), rauben, klauben honig ein Spee
trutznacht. 102; krummschnabel frech ... tummelt sich weidlich bei der zech Arnim 21, 263
Grimm; im frühjahr haben die hasen dem roggengras weidlich zugesprochen Kotzebue 2, 40.
dabei kann anlehnung an weide '
pascua'
im spiel sein: wer kennt das thal mit grüner au ... wo fette herden weidlich springen? Hegner (1828) 261.
zum folgenden leitet über weidlich
gebraucht von thieren, deren thun menschlich gedacht wird: damit er denn mein geschlecht weidlich hat bethört
Reinicke Fuchs (1650) 43; (
der fuchs schlägt dem hasen vor:) i machə dir's meidli d' chrä gigət is weidli
deutsche mundarten 1, 298
Frommann. II@BB.
viel häufiger steht das adverb vom menschen. nur unter bes. umständen bestimmt es ein leiden: sie hätte meinen schäfer-stock weidlich kosten sollen Chr. Weise
Jacobs dopp. heirat 170; selbst die groszen der welt muszten für ihre einfalt weidlich büszen
neuest. a. d. anm. gelehrs. 1, 520
Gottsched; einer von unsern edelleuten, welcher gar weidlich vom podagra mitgenommen ward Bode
Montaigne 1, 34; ich bin weidlich geschunden, und doch freut michs Göthe IV 3, 78
Weim. in der masse der fälle ist das adv. weidlich
bestimmung menschlichen thuns. II@B@11)
in der regel ist es ein körperliches thun, diese verwendung steht auch zeitlich voran: wiltu schande dich her weren, so soltu waidenlichen zern din gut
liedersaal 1, 572, 478
Lassberg. von den synonymen, denen es hier am nächsten kommt, unterscheidet sich weidlich
dadurch, dasz es von haus aus keinen ethischen inhalt hat, doch kann es nachmals mit wacker, tüchtig, gehörig
geradezu vertauscht werden: die ihre beutel weidlich gespickt hatten
westf. Robinsons (1748) 156; ihr habt mich weidlich schwitzen machen Göthe I 4, 66
Weim.; sie hatten ihre gemeindewälder weidlich ausgehauen Riehl
d. arbeit 271.
gegen sehr
enthält weidlich
mehr gesinnung und bleibt farbiger: der ander ... hett zur besoldung monats sechsz gülden, sparet aber weydlich Kirchhof
wendunm. 1, 133
Österley. II@B@1@aa)
dem ursprungsbereich nahe bleibt weidlich
in der häufigen anwendung auf kampf und krieg: yn solchem streit hat er auch widdersacher gehabt, die sich weidlich geweret haben Luther 23, 656
Weim.; wie sie in kriegsrüstung sich wider Hannibal weidlich und redlich erzeigt Petrarcha
trostb. 93
b; keiner soll bleiben unbegabt, der sich an feind nur weidlich wagt Rollenhagen
froschm. Yy 2
a; die Rugianer ... haben sich in Pommern warlich weydlich herumb geworffen Micrälius
a. Pommerland 1, 34; fiel er dem Juden mörderisch in den bart, zausete ihn weidlich, risz ihn zu boden Musäus
volksm. 1, 22
Hempel; eine festung, die ... die priestercolonien ... stromab weidlich gefährden mochte Ritter
erdk. 1, 617.
eine stufe niederer steht weidlich
als bestimmung von schlagen
und seinen synonymen: der pfaff schlug weidlich zu Fischart
Eulensp. 5116
Hauffen; die diener ... zerklopften ihm die hände weidlich Olearius
pers. baumg. 69; Brounia, Juditha, was eine engelländische quäckerin, ward aber ... auf einen wagen gesetzet, mit ruthen weidlich gestrichen Amaranthes
frauenz.-lex. 266; daher er sie ... mit der ofengabel ... weidlich durchdrosch Göthe I 22, 114
Weim. auch figürlicher gebrauch ist hier möglich: der putz unserer weiber ist die zuchtruthe, womit wir weidlich gestäupet werden Möser 1, 154
Abeken. II@B@1@bb)
von körperlicher bewegung steht weidlich
von alters in ernst und scherz: wir wellen tanzen waideleich
fastnachtsp. 403
Keller; das yhr gar wedlich daumelt Luther 23, 643
Weim.; Gernier ... welcher sich den tag auch weydlich gedummelt hat Wickram 1, 268
Bolte; manch franzosch cavalier folgete dem hasen-panier und rissen weidlich aus
lieder d. 30 jähr. kr. 166
Opel-Cohn: dasz meister Martins bauch weidlich wackelte E. Th. A. Hoffmann 7, 166
Grisebach. wenn hier das verb den sinn einer raschen bewegung enthält, kann weidlich
aus seiner allg. steigernden bed. in die von '
schnell'
übertreten: diffugere ... weidlich lauffen oder fliehen
gemma gemm. (
Hagenau 1512) b 4
b; weidlich oder redlich gon, eylen Frisius
dict. (1556) 1067
a; dasz sie weidlich lauffen und rennen müssen Heyden
Plinius (1565) 220.
diese bed. ist für das alem./schwäb. seit 1697
ausdrücklich bezeugt: weidlich, schnell Dentzler
clavis 2, 345; weidle, waidle, geschwind. z. e. geh weidle, waidle fort Klein
prov.-wb. 2, 229
aus Württemberg; weidlig
adv. hurtig, schnell (allg.) Stalder 2, 442; weidlich behend Schmid
schwäb. 522; wailə 'schnell'
mündlich aus Bleibach und Oberglotterthal im Breisgau, waidli
aus dem bad. oberland und Schwarzwald. in mundartl. dichtung des gebiets kehrt die bed. wider: der lieb gott het zum winter gseit: deck weidli zu, was übrig ist Hebel 2, 233
Behaghel; meidel, meidel, meidel, wacker rum, weidl, weidl, weidl um und um
gesellschaftsl. 168, 1
Hoffmann; ach, Fridli, du muest chlei weidliger goh, din wib und kind sie schreien dir noh
schweiz. volksl. 1, 106
Tobler. in nhd. prosa ist sie selten eingedrungen: die andern sprangen alle weidlich davon: nur der Knöpfleschwab blieb und half Aurbacher
volksb. (1835) 228; so gang, Madlee, weidlich in den keller! hol ein krüglein Reggenhager Burte
Wiltfeber 81. II@B@1@cc)
von der nahrungsaufnahme steht weidlich
seit mitte des 16.
jahrh.: es ist ein alt herbrochter sitt, wer weidlich iszt, den hungert nit Scheidt
grob. 3008
neudr.; (
der adlige) lag ein tag oder zwölffe in der herberg, lud gäste, und dempffet weidlich Hertzog
schiltw. D 4; da erwischte er mich beym confect kasten stehen und weydlich schlecken Albertinus
Gusman 120; man soll noch einmal weidlich schmausen bey dem ächter Otto Babo
schausp. 135; das pfäfflein, das wuszte sich besser zu hegen, und weidlich am tisch und im bette zu pflegen Bürger 66
a; da wir wohl hinter'm ofen saszen, Borsdorfer äpfel weidlich fraszen Göthe I 4, 201
Weim.; so frasz sich der landflüchtige Amrain auch glücklich durch die fernen, und obgleich er nichts groszes mehr wurde, asz und trank er doch irgendwo in der fremde so weidlich wie zu hause G. Keller 4, 162.
das trinken ist von anbeginn im übergewicht: sauff weidlich, sprich: der wein ist bon, und trinck dir da ein reuschlin ein Scheidt
grob. 2556
neudr.; netz weidlich, es trocknet sich schön
Garg. 153
neudr.; sie kamen auch hefftiger aneinander, da in aestu disputandi die gläser weidlich herumgiengen Tentzel
unterred. (1689) 238; und wurde da ... Siegfriedens und seiner liebsten gesundheit von zwergen weidlich herum getruncken
volksb. v. geh. Siegfried 82
neudr.; das grosze, goldne deckelglas, gefüllet mit tokaier, gosz ihre kehlen weidlich nasz Hölty ged. 26
Halm; nachdem sie ... ihren bauch weidlich voll bier geschlungen hatten Laukhard
leben 1, 217; man schmauste tapfer und zechte weidlich dazu Immermann 6, 13
Hempel; setzte sich mit mir an den wirthstisch und trank mir weidlich zu Kerner
bilderb. 226. II@B@1@dd)
im übergang zu 2)
steht weidlich
vom reden, zuerst 1521: der ist gt euangelisch, er schilt die pfaffen waidlich Eberlin 1, 195
neudr. auch fortan, kraft seiner steigernden bed., mit vorliebe bei ausdrücken für kräftiges, leidenschaftliches reden, meist im ungünstigen sinn: da viel doch küne genug sein, itzt das maul wieder mich weidlich auffzusperren Pape
bettelteufel F 5
b; können nichts als weidlich schreien
Reinicke Fuchs (1650) 269; sie ihren zorn weidlich ausliesze A. U. v. Braunschweig
Oct. 3, 165; er filtzt das glücke weidlich aus Lichtwer
fab. 43; auf das leidige und unnöthige gold und silber weidlich loszuziehen Wieland
Lucian 1, 332; nachdem sie weidlich beinahe das ganze fischweiberlexikon geplündert haben Görres 1, 14; unterwegs wurde ein grobes brot verzehrt und dabei gegen mich weidlich geprahlt Hebbel
tageb. 2, 230; mit der waffe in der hand für deinen gott einzustehen, für den du so weidlich zu schimpfen weiszt G. Keller 2, 244.
selten steht weidlich
als bestimmung warmer fürsprache und von beifälligem reden: es ist bösz kirschen mit königen essen, wer ir huld behalten wil, muosz weydlich ja herr sagen können Petrarcha
trostb. 46
b; niemand will, dasz von seines landes ... verfassung öffentlich geurtheilt werde, es müszte denn etwan nur weidlich gelobt werden Nicolai
reise 1, XIII; Zimmermann hat euch weidlich gepriesen Göthe IV 2, 298
Weim.; er hätte gern gehabt, sie möchte ihm weidlich mit ... bitten zusetzen Auerbach 11, 59. II@B@22)
geistiges thun des menschen bestimmt weidlich
verhältniszmäszig spät und selten. im übergang stehen wendungen aus der körperlichen welt, die ins geistige umgedeutet sind: darüber werden denn die leute in einander gehetzt, und lassen sich ... etwan gute gesellen, das redlein weidlich zu treiben, gebrauchen C. Spangenberg
mansf. chron. 17
a; gewisz, ihr habt mit rath und that weidlich geschoben an dem rad
lieder d. 30 jähr. kr. 181, 64
Opel u. Cohn; weil die welt ohne dasz die geistlichen mehr als alzuviel weis durch die hechel zu zihen und ihren bart und kopf weidlich zu waschen
Reinicke Fuchs (1650) 268; da dann der pabst und die clerisey das feuer weidlich auffblasen halffen Arnold
kirchen- u. ketzerhist. 2, 22
b; worin ihm denn freilich sein herr und meister (
Newton) weidlich vorgegangen Göthe II 4, 197
Weim. vorbereitend hat auch hier wider geistlicher gebrauch gewirkt: die aposteln haben esz (
das wort) weidlich getriben Luther 32, 60
Weim.; wann du fromb sein wilt und weidlich beten Montanus 25
Bolte; (
die phlegmatische seele) beiszet weidlich an an die grewel der welt J. Böhme (1620) 4, 225.
dem wortgebrauch der körperlichen sphäre nahe steht der von geistigen kämpfen: die beyden universitäten zu Straszburg rieben sich weidlich über Luthers schiffarth Bode
Tr. Schandi 4, 53; ein gedanke ... der den doktor Paulus weidlich schlagen musz Hauff 7, 37
Hempel; die andern fielen dagegen gar weidlich über diese her, verfochten die religion Eichendorff 2, 219; wie es nach den zeitungen scheint, so haben sie sich und andre wieder weidlich geärgert Roon
bei Bismarck
ged. u. erinn. 2, 171
volksausg. auch literarische thätigkeit bleibt gern im bereich des kampfs: gedenck nun weydlich widder die lutherischen zu schreiben Alberus
w. Jörg Witzeln K 8
b; ein von der Klotzischen kunstrichterey weidlich ausgepfiffner übersetzer Gerstenberg
d. lit.-denkm. 128, 309; wäre ich ein recensent, so würde ich ihre schriften weidlich herunterhunzen E. Th. A. Hoffmann 13, 91
Grisebach. vereinzelt steht weidlich
als bestimmung geistiger arbeit: so ier weidlich wend studieren, dörffend ier mier nütz zgen Th. Platter 32
Boos, und seelischer genüsse: Bölling ... hat an der erscheinung seines freundes sich weidlich gelabet Elis. Göthe
schr. d. Götheges. 1, 40,
vom walten eines gefühls: wenn so einen denn die liebe weidlich hudelt Göthe I 9, 44
Weim., und von charakterentwicklung: sie hatten im guten wie im bösen ihren charakter weidlich ausgebildet Heine 1, 488
Elster. früher und häufiger steht weidlich
bei verwerflichem thun, einem irren und täuschen: aber er feylet auch gar weydlich und leufft getrost an Luther 19, 204
Weim.; hettet yhr uns nicht weidelich betrogen 23, 116,
lästern und verhetzen: dar he (
Luther) dem elichen stande weidelich und untuchtich in de wulle gript Oldecop
chron. 471
Euling; da hetzt sie doctor Stoltz weidlich an, ein ursach von eim zaum zuoreiszen Kirchhof
wendunm. 1, 44
Österley, lügen und vexieren: weistu nicht, wie ich so weidtlich log ... halffestu doch dasselbig mahl auch weidlich darzu Ayrer
proc. 150; reicht man mir pasteyten und läszt mir das maul nicht frey, sagt mir, ob nicht dieses sey einen weydlich reiten? Dach 793
Österley, verläumden und zanken: man müste die lehre dieser europäischen priester nur weidlich durchhecheln und verspotten Happel
akad. roman 420; vor zeiten hatten ... die lutherischen und reformirten ... weidlich mit einander gehadert Nicolai
Nothanker 2, 97. II@CC.
von übermenschlichen wesen steht weidlich,
wenn sie menschlich handelnd gedacht sind: darauff trasch weidlich Lachesis Scheidt
fröhl. heimfart J 4
a; damit wird die welt betrogen, und spielet der teuffel sein fastnacht-spiel weidlich Prätorius
saturn. 160; deinen saal füllten wir (
die walküren) weidlich: viele schon führt' ich dir zu R. Wagner 6, 39.