Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
weibernehmen n.
weibernehmen , n. von Fischart ehzuchtb. (1578) 200 Hauffen bis auf Gottscheds d. schaubühne 6, 408 häufiger, als man bei der nahen bed.-verwandtschaft mit heirathen erwarten sollte. in obd. mundart von N. v. Wyle transl. 129 , Keller über B. v. Chiemsee t. theologey 286 und Schönsleder Nn 4 a bis Birlinger schwäb.-augsb. wb. 428 lieber weibnehmen. auch in der plur. zusammensetzung ist weib stets ' ehefrau ', mithin ( entspr. weib III B) frei von tadel: jeder wil beym weiber-nehmen meistens auff die schönheit zielen Logau 2, 6, 38 Eitner. im gleichen sinn ' heirathen vom mann aus ' weibernahme…