wehmutter,
f. von den bedeutungselementen, die das wort mutter
umfaszt, kann gerade das wichtigste, die eigentliche mutterschaft, verblassen. indem sich dann die sonst möglichen elemente strenger zusammenschlieszen, wird mutter,
zumal in bäuerlichen und kleinbürgerlichen verhältnissen, die geehrte ältere frau, die waltende gattin des hausvaters (
s. o. 6, 2807).
auch in diesem neuen bedeutungskreis können wider die wichtigsten elemente schwinden: in niedriger traulicher sprache ist die anrede mutter
weder eine ehrung, noch gilt sie nothwendig der vorsteherin des haushalts, noch auch nur der verheiratheten frau (6, 2808).
dafür tritt, nothwendiger als bei dem ähnlich entwickelten muhme,
der begriff der waltenden fürsorge ins licht, und in den hierher gehörigen zusammensetzungen bienen-, gast-, käse-, viehmutter
ist mutter
geradezu '
wärterin'.
das legt die neue einschränkung auf die verantwortliche wartung nahe, zu der man von je die ältere, alleinstehende frau verwendete, auf die pflege der gebärenden: nd. ist (
nach mündlicher angabe aus Holstein) moder Lürssen
u. s. w. schlechthin anrede der hebamme, zusammensetzungen verdeutlichen diesen sinn: bade-, hebe-, kinder-, püppel-
und am klarsten wehmutter. 11)
die bedeutung '
hebamme'
gilt für dieses wort von vornherein ohne schwanken. 1@aa)
für obstetrix haben die Germanen keinen einheitlichen namen und auch in deutschen mundarten wechselt die bezeichnung so oft, dasz die Deutschen schon darum die sache erst nach ihrer trennung in stämme durchgeführt haben können. stellt man die alten zeugnisse mit den in den mundarten geltenden worten zusammen, so ergiebt sich ein buntes bild. 1@a@aα)
der älteste name ahd. hevianna
ist obd. der verbreitetste (
s. o. 4 II 715):
im 8.
jahrh. setzt er in alem. quellen ein und gilt als hebamm
schweiz. (Frisius; Maaler; Hunziker 125;
schweiz. id. 1, 212
seit 1554),
elsäsz. (Martin-Lienhart 1, 35)
sowie im bad. oberland uneingeschränkt bis heute. schwäb. gilt hefamm Birlinger 225,
bair. hefang Schmeller
2 1, 1057
seit 1452,
cimbr. höufing,
wien. hefamm Hügel 80,
tirol. hêfamm Schöpf 253
seit 1518, Frommann 6, 148,
steir. hebang, hefang
und hebwang Unger-Khull 334,
siebenb. he
ewan
sieb. wb. 1, 99,
beide aus älterer sprache. ins md. greift hebamme
nur im westen über: lothr. hebang Follmann 234,
lux. h
iewân
lux. wb. 179,
Rappenau heewam Meisinger 43,
Handschuhsheim heiwam Lenz 31,
ins nd. sporadisch als junges lehnwort: köln. hevvamm Hönig 76,
elberf. hẹwamm Buchrucker 69,
holst. hebammsch (
nach mündlicher auskunft),
saml. hêwamm E. L. Fischer 55,
nl. hefamme Oudemans 3, 65. 1@a@bβ)
die etymologie, die im zweiten bestandtheil von hevianna
ahd. ana '
groszmutter'
sieht, kann sich stützen auf hess. elter Weigand
5 1, 826, eller Vilmar 90, kinner-, borneller Crecelius 1, 337,
sudetisch bdeâle Albrecht 83,
siebenbürg. gruisso
sieb. wb. 1, 99,
preusz. groszmutter Frischbier 1, 256,
saml. grôszmutta Fischer 55,
vielleicht auch auf hebamme, hebAenckele
bei Megiser
thesaurus polyglottus (1603) 2, 148f.,
wo überall worte für '
groszmutter'
denselben bedeutungswandel vollzogen haben. 1@a@gγ)
parallel gebildet wäre dann das im ersten bestandtheil zu hebamme
stimmende hebemutter
des nordwestens (
s. o. 4 II 720),
das nirgends auf hd. gebiet und in lebende mundart reicht: mnl. heve(l)moder Oudemans 3, 112,
nl. 1777 hefmoeder Kilian 223,
clev. 1477 hevelmoeder Schüren
teuthonista 149,
köln. hevemoeder Woeste 102,
mwestf. heyvemoder Frommann 5, 361,
mnd. hevemoder Schiller-Lübben 2, 263.
lebendig sind westf. hiəwelsche Woeste 102,
in Cronenberg hêfšə Leihener 50,
die hevemoder
[] voraussetzen. auch hewelsche
ist jetzt ausgestorben in Elberfeld Buchrucker 69. 1@a@dδ)
gleichfalls vom nordwesten gehen die dem franz. sagefemme
nachgebildeten namen aus: nl. vroedvrouw (de vroevrouwe
schon bei H. Junius
nomenclator (
Antw. 1577) 15
a) wijzevrouw,
aach. wiesfrau Müller-Weitz 261,
clev. 1477 wisemoeder Schüren 503,
köln. 1507 wijsz moder
gemma gemmarum, elberf. wiese moar Buchrucker 69
als wort der älteren mundart, westf. 1379 wîsemôer Woeste 102,
nd. 1741 weise mutter Frisch 2, 435
c,
samländ. klôk frû Fischer 55.
die beziehung zum franz. hat schon Frisch
erkannt, gewisz spiegelt sich darin eine sachliche förderung, die die geburtshilfe von Frankreich aus erfahren hat. 1@a@eε)
ein verhüllender zug macht sich zuerst in den bildungen mit bad-
als erstem bestandtheil geltend. nd. ist bademuhme,
bei Frisch (1741) 1, 48
b als veraltet: helgol. brmem Siebs 203,
hamb. bademöhm Richey 368,
Rostock 1582 bademöme Chyträus (
und vom nd. badmuom 1515
in Paulis
hd. Eulenspiegel 5
neudr.),
waldeck. bâdmoüm Bauer-Collitz 8.
daneben, dort veraltet, bademotter Bauer-Collitz 124,
sonst nd. als brmôder
lebendig Siebs 203,
paderb. bähmoer Grimms
märchen 2, 204.
dieses bademutter
greift über nach Obersachsen Albrecht 83,
Posen Bernd 13
und Schlesien oben 1, 1071
aus Schweinichen,
dazu Steinbach 2, 94,
sowie nach Baiern Schmeller 1, 208,
Steiermark Unger-Khull 43
und Kärnten Lexer 194
seit 1437.
hierzu wieder sudet. bdeâle Albrecht 83.
euphemistisch bis zur undeutlichkeit sind kindermutter
in Leipzig Albrecht 146, kindmuhme
in Weiszenfels 1680
oben 5, 770, kindfrau
in Nassau Kehrein 223, kèngefraiwe
in Thüringen Hertel 134, këannfrâ
in Oberhessen Crecelius 2, 500,
sowie das dortige kinnereller
s. o. in gleicher tendenz wird amm
aus hebamme
in der Wetterau Alberus 1540
wie nach mündlicher angabe heute noch in Darmstadt und Würzburg. ein seltsames saigamm
in Neckargemünd bestätigt die glosse: obstetrix seigam
des variloquus bei Diefenbach
gloss. 390
a.
alt ist auch henneb. ammefrâ Reinwald 2, 21, Spiesz 7,
unterfränk. ammafra, -fräla Ruckert 10,
siebenb. ommfræ
sieb. wb. 1, 99
seit 1536.
die schon im 16.
jahrh. vorhandene volksetymologie amtfrâ
das. und Kisch
Nösner wörter 11
zeigt nebenher, wie früh das hebammenwesen amtlich geregelt war. specielle bezeichnungen wie schweiz. chüechlimueter
id. 4, 594
seit 1650,
helgol. búntə(r)wîf (
d. i. wickelfrau) Siebs 206
geben der hebamme den namen nach einem nebensächlichen theil ihrer thätigkeit, verfahren also auch euphemistisch. die schönste derartige bildung hat doch auf deutschem boden keinen reflex: isl. ljósmóðir Herrmann
Island 3, 101. 1@bb)
für das wort wehmutter
ist in diesem bilde kein platz, nirgends in deutschen mundarten ist es lebendig. 1@b@aα)
in dialektwörterbüchern erscheint wehmutter
höchstens als deutung des heimischen wortes, so bei Richey (1754) 368, Müller-Weitz
Aachen (1836) 261, Spiesz
Henneb. (1881) 7.
auch die gebrüder Grimm
deuten jenes bähmoer
mit wehmutter.
in nhd. wörterbüchern nicht vor Alberus 1540
und seit ihm auffallend häufig mit der unter weh, wehklage(n), wehmuth, wehmüthig
als kanzleimäszig erkannten schreibung wehe-,
also recht sichtbar als schriftwort: obstetrix amm, wehemuotter Alberus
dict. m 1
b; wehemutter,
obstetrix Stieler 41;
obstetrix ... hebamme, wehemutter Dentzler
clavis (
Basel 1697) 512; wehe-mutter Amaranthes
frauenzimmerlex. (1715) 274
neben wehmutter 1044; wehemutter, bademutter oder hebamme
a midwife. eine wehemutter, die der rechten wehemutter stelle vertritt,
a midwife's deputy Ludwig (1716) 2413; an etlichen orten ist amme so viel als eine wehe-mutter, oder (wie andere reden) eine kindfrau, an etlichen orten heiszt es nur eine säug-amme J. H. Seume
kl. teutsches lexicon (1731) 11; wehemütter werden sonst auch hebammen, oder bademütter genennet J. H. Hermann
allg. teutsch-jurist. lexicon (1739) 1, 749; die wehemutter B. D. v. Scharffenberg
kurzgef. orth. lexicon (
Chemnitz 1746) 190.
die schreibung wehmutter
wird in den wörterbüchern erst spät durchgeführt: Hederich (1729) 2616; Steinbach (1734) 2, 95; Hayme
jurist. lex. (1738) 1318; J. H. Hermann (1741) 2, 57; Frisch 1, 23
c; 2, 429
b; Nieremberger (1753); Adelung (1801) 4, 1437; Campe 5, 628; Meynier
teutsch-franz. handwb. (1802) 2924.
[] 1@b@bβ)
diese verbreitung und schreibung legen den verdacht nahe, dasz wehmutter
gerade als wort der nhd. schriftsprache zuletzt auf Luther
zurückgeht, vor dem es völlig fehlt. ihm ist hebamme
fremd, von sich aus sagt er einmal (Dietz 1, 66) amme
wie Alberus,
die Darmstädter und Würzburger, in der bibel braucht er achtmal wehmutter,
offenbar doch auf irgendwelcher mundartlichen grundlage, von der uns sonst nur jede spur entgeht, denn hebr. ת als factitives part. f. zum stamme gebären '
die der geburt beistehende' Gesenius
14 270
und das gleichbedeutende lat. obstetrix konnten nicht vorbild sein, gr. μαῖα höchstens für den zweiten bestandtheil. die älteren deutschen bibeln bieten amm, hebam, höffammen, heffammend, Luther
dagegen: da es jr aber so sawr ward in der geburt, sprach die wehmutter zu jr
1. Mos. 35, 17; die wehmütter antworten Pharao: die ebreischen weiber sind nicht wie die egyptischen, denn sie sind harte weiber, ehe die wehmutter zu jnen kompt, haben sie geborn
2. Mos. 1, 19.
citat aus diesem verse ist wehmutter
buch der liebe (1587) 305
a,
aus 1. Mos. 38, 28 die wehmutter nam ein rothen faden Henisch (1616) 969, 1.
sonst hat Luther
das wort selten: spiritus sanctus wird yhre (
Marias) wemuter sein gewest
Weim. 27, 490, 10,
von zeitgenossen bieten es nur ihm nahestehende protestanten Mitteldeutschlands: Lucina must wehmutter sein also bey vns in kindes fahr, sanct Margaret in sölcher fahr bey vns der weiber göttin war Alberus
fab. 23, 68
Braune; ancilla, nach der wehmuter lauff Sachs 1, 90, 16
Keller; da jr aber die kreffte entgehen wolten, tröstet sie die wehemutter, es gewere dem kinde noch nicht, gott wird gnedigklich helffen Mathesius
hochzeitpr. 165, 7
Lösche. dem lat. vorbild wünscht Wickram
nahe zu bleiben, wenn er Ovids
matres Cadmeïdes metam. 9, 304
so gibt: die wehmüttern stunden umb mich und trosten mich alsammen gmeyn
werke 8, 19
Bolte; nach ihm begegnet das wort noch zweimal im Elsasz, bei dem vielsprachigen Fischart: deszgleichen thaten jhr gebür die weemütter, ausz vielen orten erfordert
Garg. 156
neudr., und bei Moscherosch,
der es doch nur verdeutlichend neben sein dialektwort hebamme
stellt: dieser teuffel, dachte ich bey mir selbst, musz eine gute hebame oder wehemutter gehabt haben
Philander (1650) 407.
als verdeutlichung wol auch: ob es nicht wahr ... dasz die
N. lange zeit hero alleine für eine hebamme und wehmutter, vnd nicht für eine zäuberinne ... gehalten worden sey Nigrinus
von zäuberern (1592) 378; die hebamme, wehemutter und andere zur tauffe mitgehende weiber Praetorius
philos. colus (1662) 105. 1@b@gγ)
aus dem rückgehen auf Luther
erklärt sich ungezwungen, dasz forthin die verwendung des wortes von der heimath der schriftsteller unabhängig ist und dasz kaum je ein katholik es braucht. der lebendigen sprache bleibt es fern, das scheint schon die schreibung wehemutter
zu bestätigen, die weiterhin häufig ist: wodurch unschuldige hertzen und ohren heftig geärgert, ja junge mägdelein verschmitzter als alte erfahrene wehemütter werden Rist
friedej. Teutschland (1653) 137,
obstetrix, quae parturientibus fert opem, wehemutter oder hebamme Bas. Faber
thesaurus eruditionis (1654) 1028; weil ich nicht wuste, was ich thun solte, liesz ich die wehe-mutter holen
mediz. maulaffe (1719) 426; man sagt, dasz es die wehemutter bey meiner niederkunft versehen haben soll Hippel
lebensläufe 3 II 552; verflucht die wehemutter, die das wort aussprach: der knabe lebt Gerstenberg
Ugolino nat.-lit. 48, 266; einer andern stand eine mannsperson bey der geburt bey ... nach 3 stunden erfährt die wehemutter, dasz es nicht der mann sey Göthe
Weim. IV 9, 275; die wehemütter halten deshalb gar viel auf diese kräuter Grimm
sagen 21, 73 u. ö.
gelegentlich beweist das metrum gegen die schreibung: ich musz sehen auff die refier, dasz ich die keiserin nicht verlier, wie ich jhr ein wehemutter bring Ayrer
dramen 2, 1339
Keller; später bisweilen metrisch gesichert: [] die wehemutter staunt', es schrien die weiber: hilf Jesus! zähne bringt er auf die welt Shakespeare
k. Heinrich 6. III 5, 6
Schlegel; da kommt die wehemutter herein, sie ahndet schon, was geschehen mag sein Chamisso
werke 3, 283
Hitzig. 1@b@dδ)
häufiger ist doch seit anfang des 18.
jahrh. wehmutter: solten sich demnach alle abergläubische weiber ins hertz hinein schämen, die so viel gauckeley und zauberey mit dem kleidgen ersinnen, insonderheit theils weh-mütter, welche manche ehrliche leute, die von solchen narren-possen noch nichts wissen, fein unterrichten
gestrieg. rockenphilos. (1706) 3, 188;
entspr. 199; es wurde mir auferlegt, mich von zwei weh-müttern besichtigen zu lassen Schnabel
insel felsenburg 307
neudr.; unter dem thätigen beistande ... der eiligst herbeigeholten wehmutter gebar Emilie endlich einen todten knaben Henr. Kühn
verbildung und leichtsinn (1804) 167; die arme hexe hat jetzt einen hübschen feinen und frisirten mann, aber leider! ihr duchessen-kleid versetzt, um die wehmutter und den pfarrer zu bezahlen Möser
patr. phant. (1820) 2, 89.
das wort gibt gelegenheit, im ausdruck zu wechseln: eine andere (
verordnung Bernstorfs), unter dem namen der hebammenordnung, hat gefährliche miszbräuche ausgerottet, und das verfahren der wehmütter der aufsicht vernünftiger ärzte unterworfen H. P. Sturz
schriften (1782) 2, 129. 1@b@eε)
in gehobener nhd. prosa hilft wehmutter
das nüchterne alltagswort hebamme
vermeiden: da ihn die wehmutter mir brachte hub ich ihn gen himmel und rief: bin ich nicht ein glücklicher mann? Schiller 2, 20
Goedeke; schnell muszten die diener eilen, um wehmutter und arzt herbeizurufen E. Th. A. Hoffmann
werke 2, 227
Grisebach; eine hallische wehmutter erzählte, dasz folgendes ihrer lehrmeisterin begegnet Grimm
sagen 21, 71; ärzte und wehmütter bezeugten ... kinder von sieben monaten könnten leben Dahlmann
kl. schriften 328; es war roth und hutzelig und wog seine sieben pfund ... nur sein geschrei war wunderlich verhohlen und hatte der wehmutter nicht gefallen wollen Storm
sämtl. werke 7, 235;
entspr. 4, 255; ich muszte an der offenen thüre vorübergehen; eine wehmutter und eine nachbarin räumten auf G. Keller
ges. werke 3, 95; auch schien der graf damals milder gegen sie zu werden, und blieb sogar über den sommer zu hause, das kind zu erwarten. wie aber dann die wehmutter es ihm reichte und es so schmächtig in den windeln lag ... sagte er kein wort Heyse
nov. 1, 255 (
grafenschlosz). 1@b@zζ)
gern im vergleich: ja, die furcht ist eine wehmutter der tapfferkeit, in dem ein alles fürchtender mensch auch alles fähig zu wagen ist Lohenstein
Arminius 1, 350; wir hätten von glück im unglück zu sagen, wäre seit der französischen revolution nur jede schlacht die mutterzwiebel oder wehmutter eines neuen groszen mannes geworden J. Paul
dämmerungen 65; so, Green, du bist wehmutter meines wehs, und Bolingbroke ist meines kummers sohn Shakespeare
Richard II. 2, 3
Schlegel. 22)
aus der hauptbedeutung abzuleiten ist wehenmutter
als weiblicher dämon, über den Höfler
krankheitsn. 429
nach Laistner
rätsel der sphinx 2, 379
berichtet, der seinerseits das thatsächliche aus Schmeller
2 2, 824
f. entnimmt: eine hebamme in Augsburg hat einst die jungen kinder im namen des teufels getauft und umgebracht, nun geht sie als gespenst um und gefährdet die kreiszenden; kinder weist man zurecht mit der drohung: die wêmuətər von Augsburg kommt. 33)
selbständig entwickelt hat sich wehenmutter
für die wehen auslösende gebärmutter Höfler 429,
wie es auch ein spruch aus Plimballen bei Frischbier
hexenspruch und zauberbann in der provinz Preuszen (1870) 70
voraussetzt: wehremutter, beremutter, du willst blut lecken, das herz abstoszen. nein, das sollst du nicht thun.
auch mnd. hevemoder
begegnet in diesem sinne: Schiller-Lübben 2, 263.