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wasserseige

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wasserseige f.

Bd. 27, Sp. 2505
wasserseige, f. wasserrinne, auch -seih probierbüchlein (Frankf. 1580) 75a, -saiger, f. österr. weisth. 1, 268, 3, -saiger, m. (vgl. seiger 4). Mothes baulex.3 4, 349a. 1) 'neigung des bodens, welcher der abflusz des wassers folgt' Lexer mhd. hwb. 3, 713, das herabflieszen des wassers, das als herabflieszend vorgestellte wasser; dann auch die höchste stelle, wo das abflieszen beginnt, bergrücken, wasserscheide Lexer kärnt. wb. 230 (-sâg). Unger-Khull 621a; in den belegen vermischen sich meistens mehrere dieser bedeutungen: von Velberg untz an Pfaffenwâge, als wassersaigi zuo gat weisth. 4, 501 (oberes Wiesethal 1321); vom Khochofen dem rinsall oder wassersaig nach auf den Khniepasz österr. weisth. 6, 11, 2 (Steiermark 16. jahrh.); denselben grat und die höchinen iemerme usz, untz als sich die wasserseiginen und schneeschmiltzen teilend, ein teil in den Rhin, und der ander teil in die Aaren Tschudi chron. helvet. 1, 229. formelhaft: als wassersaig herein in das land rinnt und stain walgent österr. weisth. 1, 284, 1 (Mittersill 1494); was stainwalg und wassersaig ausweist 1, 205, 20 (Rauris 1565). 2) im bes. abflusz des regenwassers: hat eyn man troufen adir wassirseygen adir wassirloufe von und us syme hofe vlyszen das alte kulmische recht 5, 9 (s. 142) Leman; alle wasserseygen und troufen, d von deme malczhuse in den hof tryffen adir sygen urkundenbuch d. st. Freiberg 3, 274, 16 (1384) Ermisch. 3) im bergbau, z. th. noch jetzt üblich a) für die stollensohle, auf der das wasser abflieszt, deren höhenlage von groszer wichtigkeit ist, 'canales cuniculi' Agricola durch Bech (1580) bergkwörter (hierher wol auch -seyg, canalis Emmelius ncl. 373. Frischlin ncl. [1595] 255): des ist her angesessen in demselben erbstollen auf der rechten wasserseige codex dipl. Silesiae 20, 25 (14. jahrh.); das sy den baw so vornemen, das derselbe ort ebensolig mit der wasserseige des stollens ynkommet urkundenbuch d. st. Freiberg 2, 346, 36 (1476); sie besuchten ... ärtztröge, bergtrög, wasserseyg, häspel Garg. 295 Alsleben; die wasserseige senken, tiefer holen, nachholen, nachnehmen, erheben, steigern Veith 561; hebet er syne wassirseyge uff urk. d. st. Freiberg 280, 2 (Iglauer bergrecht). sie steigt: doch dasz er die wasserseige nicht steigen lasse über stolns gebrauch, da in hundert lachter nur eine steigen sol, damit das wasser fortgehe Mathesius Sarepta (1587) 19b; in der regel müssen alle hauptstollen sohlig betrieben werden; wenn nicht, in absicht des ansteigens der wasserseigen, besondere abweichungen ... bestimmt sind allg. gesetzbuch f. d. preusz. staaten (1791) 2, 968 (2, 16 § 223). verdeckte oder offene wasserseige, mit darüber geschlagenem geschlossenem tragwerk oder ohne solches Veith 561; totgehauene, wagerechte, ohne gefäll Herttwig bergbuch (1710) 419. das darin abflieszende wasser: wo er syne (des suchstollens) wassirseyge annimmet urk. d. st. Freiberg 2, 277, 11. b) dass. wie stollenrösche, abzugsgraben vom stollenmundloch bis zum nächsten wasserlauf Veith 561. c) auch ganz abgesehen vom wasserabflusz 'neigung' (wie wasserrecht erweitert 'wagerecht'): es soll wohl in acht genommen werden, dasz sie (die röhre, in der die blasebälge liegen) eine ziemliche wasserseige habe Minerophilus (1730) 242. —
3294 Zeichen · 65 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wasserseige

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Wasserseige , plur. die -n. 1. Bey den Bäckern, ein Kasten mit einem Boden von Drath, das Wasser von dem genetzten W…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wasserseige

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wasserseige , s. Bergbau , S. 664,1. Spalte.

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Zerlegung von wasserseige 2 Komponenten

wasser+seige

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Cotta, M. (2026). „wasserseige". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wasserseige/dwb?formid=W09403
MLA
Cotta, Marcel. „wasserseige". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wasserseige/dwb?formid=W09403. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wasserseige". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wasserseige/dwb?formid=W09403.
BibTeX
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