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wahnen

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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Verweise raus
5

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wahnen verb.

Bd. 27, Sp. 649
wahnen, verb. abnehmen, verringern. ableitung von dem adj. wahn, die im deutschen nur selten vorkommt, aber bis ins urgerm. zurückreicht: ahd. wanôn, wanên (dies in cawanet, dempsi im Hrabanischen glossar, Steinmeyer-Sievers gl. 1, 109, 38, kiwanet, giwanet, corrupta in Ib. und Rd., gl. 1, 273, 70), mhd. wanen (auch in erwanen leer machen), mndl. waenen, wanen Oudemans 7, 818. 850 (im mnd. nicht belegt, doch s. unten den beleg aus der braunschweigischen reimchronik), afries. wonia, ags. wonian abnehmen, verringern, mengl. wanien Stratmann-Bradley 668 (dazu das subst. part. waniand abnehmender mond, unglückliche zeit, das sich in dem ausruf with a wanion! zum henker! erhalten hat), nengl. wane abnehmen (besonders vom monde), vergehen, anord. vana sich vermindern, norw. vana verringern, vernichten Ross 885 (im schwed. undn. nicht erhalten). 11) intransitiver gebrauch. im fries. und ags. wird das wort häufig so verwendet, dasz es den gegensatz zu wachsen bildet. im nd. gebiet ist es namentlich auch vom abnehmenden mond üblich: gelike der mane in elke mænt, die emmer wast ende weder wænt. die rose 4684 Verwijs; iʒ (das glück) lichet sich dhem manen, dher sich von dhem wanen treyt. unʒ her sich scone ringhet und aber widher bringet sin kleneʒ licht zo vullem scine. braunschweigische reimchronik 7119. noch im 18. jahrh. in Osnabrück im wannen im abnehmenden mond. Strodtmann 278. vgl. wahnmond. im nhd. ist eine sichere spur des wortes nicht zu finden. doch sagt man noch jetzt in Baiern nach Schmeller2 2, 916 'wenn irgend ein sack, behälter oder gefäsz durch das, was darein gethan wird, nicht ganz voll wird' wàs lár stet, want nét (mit anlehnung an weinen), was leer steht, nimmt nicht ab, vielleicht auch (zu wahn von einem angebrochenen fasz, oben sp. 643): was leer steht, verdirbt nicht. 22) transitiver gebrauch. im ahd. und mhd. zuweilen vorkommend: untarthio was er in (Jesus seinen eltern),ni was er druhtin thes thiu min, noh sin giwalt sih wanôta,thaʒ er in thionôta. Otfrid 1, 22, 58; darvon entwürt unser minne nüt gewant noch en nimmet nüt abe. Tauler pred. 323 bei Schmidt els. wb. 412.
2153 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wahnenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    wahnen , verb. , nebenform zu wähnen, die hauptsächlich dem niederdeutschen zukommt, doch steht auch im ahd. wânôn neben…

  2. modern
    Dialekt
    wahnenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    wahnen [wánən Falk. ; wânə Fo. ; wnən Bo. ; wânə u. wónə Ri. ; wónə Ha. ; wunən D. Si. ] intr. v. wohnen: vorne e nus, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wahnen

2 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

wahnen als Zweitglied (2 von 2)

afwahnen

MeckWBN

Wossidia MeckWB afwahnen abwohnen 3. ä. Spr. im Altenteil wohnen: 'die abgewohnte N. N. nachgelassene Wittwe des vormahligen Hauß-Wihrts N. …

anwahnen

MeckWBN

Wossidia anwahnen eine Mietwohnung unter besonderen Anfangsbedingungen bewohnen: een Vierteljohr de Miet anwahnen Schw.