Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
wætlich adj.
2. angemessen, was man gut und gern thun kann. daʒ dunket mich nu wætlich kl. 1250 u. Lachm. 2634 Ho. eʒ ist wætlich daʒ werde gebrîset ûf der erde beidiu dîn burc und dîn name Lanz. 1819. si endûhte niht sô wætlich sô daʒ man wurbe umb den man das. 7018. daʒ dunket mich wætlich Flore 1013 u. S. vgl. 1720. so enist dir niht wætlich wan lâ varn und hebe dich mit dînn geverten hinnen, ê dîn ieman werd innen. daʒ dunket mich sêre guot das. 3761. vgl. 4962.
3. wahrscheinlich, was man leicht haben, was leicht geschehen kann. daʒ si muosen rîten dâ michel golt unde schaz wætlich was vil manegem man Lanz. 8345. an den siu helfe unde heil aller wætlîchest vant das. 1197. — eʒ ist vil wâtlich du getruobest (s. v. a. lîhte getruobest du) alleʒ rômische rîche pf. K. 111,11. ich wæne wol und dunket mich, und ist ouch vil wætlich daʒ hie gesæʒes niht geschiht Bit. 7329. ouch truoc si im bedaht einen willen dem gelîch daʒ wære wætlîch und het eʒ nieman gesehen, daʒ dâ wære geschehen ein vil friuntlîcheʒ spil Er. 1852. doch wirt mit der wæger schanze manic wætlich spil verlorn und an trügelîchem glanze dicke sûr für süeʒe erkorn MS. 1, 153. a.