Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vorwillen
vorwillen , adverbielle zusammenrückung des frühen nhd., aus wille ( teil 14, 2, 159) und vor- mit acc. ( teil 12, 2, 802 [e]); funktionsgemäsz zu erwartendes für-, dem von alters her die acc.-rection zukommt ( über die ursprüngl. kasusverteilung zwischen vor- und für- vgl. teil 4, 1, 1, 618), dringt erst um 1800 durch ( s. fürwillen teil 4, 1, 1, 938 und Adelung 5 (1786) 228); in der sprache der gegenwart von vorlieb ( teil 12, 2, 1290) verdrängt. — fast ausschlieszlich in der wendung vorwillen nehmen ' vorlieb nehmen, sich zufrieden geben, begnügen ' ; eigentlich: ' als willen hinnehmen ', '…