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vormerken

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DWB
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9 in 8 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

vormerken verb.

Bd. 26, Sp. 1317
[]vormerken, verb. 11) in älterer sprache im sinne voraus merken, ahnen, fühlen: vorgemerckt, vor innen worden, praesensus Maaler 475b; vormercken, durch etwas anzeigung voranhin sehen, prospicere conjectura, praesentire; vormerckende, praesagus Maaler 476a; vormerckend, zuvor empfindend, weiszsagend Calepinus dict. XI ling. (1598) 1139a; vormercken, vorhermercken, scorgere, anvedersi etc. gran tempo avanti Kramer teutsch-ital. dict. 2 (1702) 51a; vormercken, praesentire, praesagire Dentzler clavis ling. lat. (1716) 337; noch Campe verzeichnet diese bedeutung, bei Adelung fehlt das wort; vgl. mnld. voremerken Verwijs-Verdam 9, 1022: ob man nun schon etwas vormerken oder künfftige ding wissen könte Henricpetri generalhistorica (1577) 368. — vorher bedenken: drum hüt dich wol, mercke vor, ob guts sey, das man dir gerhaten hat H. Sachs 19, 156 K.-G. 22) in neuerer sprache sich im voraus etwas oder jemanden merken, gedächtnismäszig, besonders aber schriftlich festlegen: presignare vormercken Diefenbach nov. gl. 302a; 'im voraus anmerken' Krünitz öcon. encycl. 231, 415; ich bin schon vorgemerkt, für eine stelle, einen empfang, ein konzert u. s. w. in mannigfaltigster anwendung: (der hausvater soll) gleich ein bauregister aufrichten ... so wol ihre (der bauleute) tagwercke, als auch den empfang einem jeden insonderheit vormercken Hohberg georg. curiosa (1682) 1, 27; für den militärischen Elisabethorden vorgemerkt Ayrenhoff 1, 33; aber mein wechsel? der wird ohnehin aufs haus vorgemerkt Bäuerle kom. theater (1820) 2, 54; NN wollte sich ... zur audienz v. lassen Laube (1875) 10, 195; will ich der anekdote einen platz in meinem erotischen Plutarch ... flüchtig vormerkend vergönnen Holtei erz. schr. (1861) 3, 60; (der verein möge) ihn, falls die mitgliederzahl voll ist, zu diesem behufe (dem eintritt) v. Stifter (1904) 14, 329; da ich es doch einmal in meinem notizenhefte vorgemerkt finde Steub drei sommer in Tirol (1895) 1, 107. — freier: (baron zurückblickend) welch eine niedliche gestalt! die wird vorgemerkt Bauernfeld (1871) 3, 156. 33) hierzu vormerkung, f. 3@aa) veraltet in der bedeutung von vormerken 1: praesagitio, praesensio ein vormerckung oder erspürung Calepinus dict. XI ling. (1598) 1139a; vorabmerkung sive vormerkung, praesensio, praesagitio Stieler 1272: vormerckung künfftiger ding Fickler Stanislaus Hosius (1591) 5; nicht wenig ist einem vernünfftigen hausvatter an v. der gewitter ... gelegen Hohberg georg. curiosa (1682) 1, 102; hier auch fürmerkung 1, vorr. a 4 (fehlt th. 4, 1, 1, sp. 772. 3@bb) sehr häufig dann in neuerer sprache im sinne von vormerken 2, es kann entweder die handlung oder das verzeichnete, eingetragene selbst gemeint sein; auszerdem kann unter umständen die zeitliche bedeutung schwinden, so dasz das wort den sinn von eintragung, besonders einer behördlichen annimmt: (den tag des austritts aus der dienstleistung) in dem präsidialbureau zur gehöringen v. anzuzeigen jahrb. d. Grillparzerges. 2, 19; das kerbholz, v. des wirths Brentano (1852) 7, 464; v. geleisteter bergarbeit Scheuchenstuel idiot. d. österr. berg- u. hüttenspr. (1856) 5; v., vorläufige eintragung ins grundbuch, durch die irgend ein anspruch gesichert werden soll.in besonderer wendung: nur wollen wir erst v. davon nehmen, dasz hienach Lucas ... einen frühern census mit einem spätern verwechselt hätte D. Fr. Strausz (1876) 4, 27; ich führe während des schreibens eines buches v. über alle merkmale, diese v. liegt immer vor mir Stifter br. (1870) 2, 190. 3@cc) vorbemerkung in einem schriftwerk: vor dessen erstem capitel noch eine v. vorhergeht n. büchersaal d. schön. wiss. (1745) 4, 571; mit zulänglichen vor- und anmerkungen Antesperg bei Campe, s. Heynatz antibarbarus 2, 602. 44) vormerk- als erster bestandtheil von zusammensetzungen im sinne von vormerken 2:
3872 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    vormerkensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    vormerken , sw. V. Vw.: s. vörmerken* (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vormerkenv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Vormerken , v. trs . 1) Voraus merken, ehe es noch da ist, ehe es noch geschieht. 2) I voraus bemerken, auch wol, im Vor…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vormerken

    Goethe-Wörterbuch

    vormerken [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
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    Rheinisches Wb.

    vor-merken: dat well ech mir fürm. besonders, an erster Stelle m. Rip, Allg.

  5. Spezial
    vormerken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    vor|mer|ken vb.tr. 1 (notieren) anoté (-tëia), tó nota de 2 (buchen) prenoté (-tëia).

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Zerlegung von vormerken 2 Komponenten

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