-mal,
adv. ,
fernerhin, s. fürdermal
th. 4, 1, 1,
sp. 718;
mhd. wb. 2, 23
b; Lexer 3, 595; daz sie vordermal werdin gesaminet
Linzer Entchrist (
fundgr. 2, 134, 3),
vgl. vordermehr.
vordermann, m. Adelung. aa)
der in einer einerreihe vor einem stehende oder gehende; in einer aufgestellten truppe, der im nächstvorderen gliede vor einem steht; vordermänner
sind vorhanden, wenn mehrere glieder voran stehen; auf v. stehen,
genau hinter dem v.
oder den vordermännern;
in entsprechendem sinne v. nehmen;
obscöne verwendungen des wortes verzeichnet Horn
soldatenspr. 132; damit, wann ein jeder ... seinen v. weisz, der lincke fusz hinter dessen seinen lincken fusz zu stehen komme v. Fleming
d. vollk. t. soldat (1726) 239; heyrathe einen ehrlichen soldaten. bleibt er, so tritt sein v., sein nebenmann, sein hintermann an seine stelle Lessing 3, 443
M.; ohne bestimmten vorder-, neben- und hintermann ... durcheinander kämpfen Göthe 7, 198
W.; sie fanden sich durch eine feste brustwehr der mehrfachen vordermänner gedeckt Niebuhr
röm. gesch. 1, 287; hintermann drückt vordermanns gewehr ab, ohne dasz der es merkt Hebbel
tageb. 3, 316
W. von ganzen truppentheilen: drei treffen sind hier stets parallel hinter einander formirt worden, v. aufeinander habend Wilhelm i.
milit. schr. (1897) 1, 24. —
innerhalb einer reihe im tanz: zwei ketten, wo jeder sich fest an seinen v. anklammert
F. M. Böhme
gesch. d. tanzes (1886) 305;
dann allgemein von jedem, der vor einem andern befindlich ist: sieh, du traute, um dich her, wie heute jeder jüngling seinen vordermann zur seite, um von dir gesehn zu werden, schiebt Gökingk
ged. (1780
ff.) 3, 35; auf einem esel reitest du. dein vordermann auf einem rosz W. Müller
ged. 315
H. auch bei schiffen, wenn sie in kiellinie fahren Hoyer-Kreuter
technol. wb. 1, 818. bb)
von der vorstellung einer reihe aus übertragen bei offizieren, beamten der im dienstalter nächst höhere, der beförderung nähere: dem zur erlangung ihrer hand blos der tod seines vordermannes in der kanzley ... und die einrückung in dessen posten noch fehle A. G. Meiszner
skizzen (1778
ff.) 3, 6; ein ... zurückgesetzter oberst, den aber der tod seines vordermannes auf den ersten platz brachte Ranke (1867
ff.) 17, 191; (
Harry Arnim:) in jedem vordermanne in der carrière sehe ich einen persönlichen feind Bismarck
ged. u. erinn. 1, 189
volksausg.; was zahlte mancher, stürb sein vordermann Meisl
theatral. quodlibet 1, 45. v.
auf wechseln Schirmer
wb. d. kaufmannsspr. 206. cc)
freier: der vorn, in erster reihe, an der spitze steht; öfter im plur. im eigentlichen sinne und übertragen: (
die bekenntnisschriften stellen) den teufel mit den bösen nur zusammen höchstens als v. an ihre spitze Schleiermacher (1834
ff.) I 3, 211; er (
Stirner) kündet mir in scharfen worten an, dasz ich nicht mehr zu den vordermännern der zeit gehöre Rosenkranz
aus meinem tageb. (1854) 116; der präsident unseres zuges ... hatte mit den vordermännern des zuges kaum den rand der querstrasze erreicht Rank
erinn. 368 (
bibl. dt. schriftst. aus Böhmen 5); dagegen halfen den vordermännern des fuszvolks ihre bruststücke so wenig, wie den reitern ihre harnische Ranke (1867
ff.) 2, 221; K. Schütz galt 'im busche' für den v. aller rumorgeister Kürnberger
novellen (1862) 3, 185; fürst Saritron, der vordermann im streite Gries
Bojardos verliebt. Roland 1, 252. dd)
zeitlich, vorgänger: und so sind wir anfangs unsern vordermännern nachzukommen bemüht Göthe 46, 42
W.; wie Kant hier zu Priestley, vielleicht auch zu Kaspar Wolff, und zu Maupertuis oder dessen v. (
steht) Schopenhauer 2, 64
Gr. vordermarsch, m., ungewöhnlich für vormarsch: zum vordermarsch der Deutschen für die freiheit E.
M. Arndt 1, 167
R.-M. —