Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Volumen n.
Volumen n.
Volumen n. ‘Schriftrolle, Bündel Schriften’ und (fachsprachlich noch heute) ‘Teil eines aus mehreren Bänden bestehenden Werkes, Band’ ist eine Entlehnung (2. Hälfte 16. Jh.) von lat. volūmen n. ‘Schriftrolle, Schriftwerk, Buch, Band’, eigentlich ‘alles, was gerollt, gewickelt wird’; zu lat. volvere ‘rollen, wälzen, drehen, wirbeln, winden’. Ebenfalls auf dem Lat. beruhendes afrz. frz. volume m. wird (bereits im Afrz.) auf die Ausdehnung eines Körpers übertragen; unter frz. Einwirkung nimmt daher Volumen auch im Dt. die Bedeutung ‘Umfang, Rauminhalt, Masse, Größe’ (Anfang 18. Jh.) an. Danach im weiteren Sinne (besonders im Bereich der Wirtschaft) ‘Umfang, Gesamtmenge, Kapazität (des Handels, Umsatzes, der Produktion) innerhalb eines bestimmten Zeitraums’ (1. Hälfte 20. Jh.). – voluminös Adj. ‘von großer Ausdehnung, umfangreich, aus vielen Teilen, Bänden bestehend’ (2. Hälfte 18. Jh.), aus gleichbed. frz. volumineux. Sowohl das frz. Adjektiv wie auch im Dt. anfangs gebrauchtes voluminos ist zum jeweiligen Substantiv und seinen Bedeutungen gebildet, formal jedoch an spätlat. volūminōsus ‘voller Krümmungen, gewunden’ angelehnt.