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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

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Bd. 26, Sp. 585
vollstecken, trennbar, trans. oder intrans.: ein kissen mit nadeln, eine vase mit blumen voll stecken. — mundum bonis omnibus explevit deus, gott hat die welt vollgesteckt und gefüllet mit allerley gütern Faber thesaurus (1587); ein kilch (kirche) vollgsteckt von leuten Frisius dict. (1556) 584a; konnten uns nicht enthalten, die taschen vollzustecken von granit, porphyr und marmortäfelchen Göthe 30, 218 W.; kirche, die überall mit maien vollgesteckt war Schiller br. 1, 123 J.; (strümpfe) vollgesteckt mit ducaten Rosegger schr. (1895 ff.) 13, 244; der Hymen steckt den saal mit liechten fackeln voll Fleming deutsche ged. 1, 73 L. intrans.: (dasz er) aller boszheit volsteck Riederer spiegel d. waren rhetor. (1493) g 2b; (die pfaffen) fasten gar nicht, kain tag, sy stecken voll (sind gefüllt) als die zecka Clemen reformationsflugschriften 2, 13; und solcher apostützlerey stecken ewer köpff voll Paracelsus chirurg. schr. (1618) 253c; ir kasten und keller stecken voll, sie trincken, das sy werden doll K. Kern bei Wackernagel d. kirchenlied 3, 421; dann er steckt gschwinder griffe vol H. Sachs 8, 308 K.; ir augen stacken grieben vol 22, 337 K.-G. vollstehen, in älterer sprache untrennbar, bis zu ende stehen, beharren, beharren bei etwas, dafür einstehen, treu bleiben Graff 6, 593; mhd. wb. 2, 2, 589b; Lexer 3, 453; Schiller-Lübben 5, 558b; Verwijs-Verdam 9, 884. — die sich so nefreuuent, die nefollestânt in iro freuui Notker ps. 88, 17; swaz ich dich gelêret hân, dar an solt dû vollestân Rudolf v. Ems Barl. u. Jos. 396, 8; aber hertzog Albrecht, des hertzogen Bernhartes sun, der vollestunt ime (blieb ihm treu) alleine bisz an sinen dot Fritsche Closener in d. städtechron. 8, 144; persistere, wol stan, foln sten Diefenbach gl. 429c; perstare, vol-, wol-stan, wol-steen 430a; warandizare, vulstan 632a; perseverare, volstaen Diefenbach nov. gl. 289a; wie soltent do die menschen han gekindet, ob sie volle gestanden werent in dem paradiso Lucidarius 7, 26. in neuerer sprache trennbar, mit etwas gefüllt, reichlich versehen sein: ein tisch, der von flaschen voll steht; der vorraum stand voll von menschen; — von segeln, die vom winde gefüllt sind: die brassen fahren alle nach hinten, damit sie den druck der vollstehenden segel tragen helfen v. Alten hdb. f. heer u. flotte 2, 484. —
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
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    Grimm (DWB, 1854–1961)

    vollstecken , trennbar, trans. oder intrans.: ein kissen mit nadeln, eine vase mit blumen voll stecken. — mundum bonis o…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
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    Goethe-Wörterbuch

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Cotta, M. (2026). „vollstecken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vollstecken/dwb?formid=V10592
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Cotta, Marcel. „vollstecken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vollstecken/dwb?formid=V10592. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „vollstecken". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vollstecken/dwb?formid=V10592.
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  year         = {2026},
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