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Vollständigkeit

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Vollständigkeit

Vollständigkeit

voll Adj. ‘gefüllt, bedeckt’, ahd. fol (8. Jh.), mhd. vol, asächs. ful, mnd. vul, mnl. nl. vol, aengl. full, anord. fullr, schwed. full, got. fulls (germ. *fulla-) und aind. pūrṇáḥ ‘voll, gefüllt’, lit. pìlnas, aslaw. plьnъ, russ. pólnyj (полный) ‘voll’ sowie (ablautend) lat. plēnus ‘voll’ sind alte Partizipialbildungen mit dem Suffix ie. -no-, führen also auf ie. *pḷno- bzw. *plēno- ‘angefüllt’ (im Germ. mit Assimilation von -ln- zu -ll-). Vergleichbar sind griech. pimplánai (πιμπλάναι) ‘füllen’, lat. plēre ‘füllen’, so daß eine Wurzel ie. *pel(ə)-, *plē- ‘gießen, fließen, aufschütten, (ein)füllen’ zugrunde gelegt werden kann (wozu auch viel, s. d.). – vollends Adv. ‘völlig, ganz, überdies noch’ (17. Jh.), mit adverbiellem -s gebildet im Anschluß an spätmhd. vollent, das seinerseits (mit unorganischem -t) mhd. vollen Adv., ahd. follūn Adv. (8. Jh.), follon (9. Jh.) fortsetzt. völlig Adj. ‘gänzlich’, ahd. follīg ‘vollständig, sich ergänzend’ (11. Jh.; vgl. follī̌glīh Adj. ‘voll, reichlich, vollkommen’, um 1000, follī̌glīhho Adv., 10. Jh.), mhd. vollec, vollic ‘voll, vollständig, reichlich’. vollständig Adj. ‘aus allen zugehörigen Teilen bestehend, ganz’ (16. Jh.); Vollständigkeit f. (Anfang 16. Jh.). vollkommen Part.adj. ‘vollständig, vollendet, unübertrefflich’, ahd. folkoman ‘vollendet’ (Hs. 12. Jh.), mhd. volkomen, volkumen ‘ausgebildet, herangewachsen, vollständig’, Part. Prät. von ahd. fol(la)queman ‘zu einem Ziel gelangen, hinkommen, gelingen’ (um 1000), mhd. volkomen, volkumen Vb. ‘zum Ende, zum Ziele kommen, ausgeführt werden, sich ereignen’; Vollkommenheit f., mhd. volkomenheit; vervollkommnen Vb. ‘vollkommen machen, vervollständigen’ (vereinzelt 16. Jh., häufig ab 18. Jh.). Vollblut n. ‘reinrassiges Pferd’ (18. Jh.), nach engl. full-blood. vollstrecken Vb. ‘ausführen, verwirklichen’ (2. Hälfte 15. Jh.), eigentlich ‘bis zum Ende, zum Ziele strecken’. Vollmacht f. ‘einem anderen erteiltes Verfügungsrecht’, spätmhd. volmacht, vgl. afrz. plein pooir sowie nlat. plēnipotentia.
2016 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vóllständigkeit

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Vóllständigkeit , plur. inusit. die Eigenschaft, der Zustand, da ein Ding vollständig ist.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Vollständigkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Vollständigkeit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    Vollständigkeitf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Vollständigkeit , f полнота , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vollstaendigkeit

4 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von vollstaendigkeit 2 Analysen

vollstaendig + -keit

vollstaendigkeit leitet sich vom Lemma vollstaendig ab mit Suffix -keit.

Alternativen: vollstand+-ig+-keit

vollstaendigkeit‑ als Erstglied (2 von 2)

Ableitungen von vollstaendigkeit (2 von 2)

Unvollständigkeit

Campe

Die Unvollständigkeit , Mz. — en . 1) Die Eigenschaft, der Zustand eines Dinges, da es unvollständig ist; ohne Mehrzahl 2) Das, was zur Voll…