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vollständigkeit

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

vollständigkeit f.

Bd. 26, Sp. 714
vollständigkeit, f. 11) von vollständig 1 abgeleitet: perseverantia, volstendicheit Diefenbach gl. 429c; mnd. vulstandicheit, festigkeit Schiller-Lübben 5, 559a; vgl. Verwijs-Verdam 9, 889. 22) plenitudo, fülle, volstendigkeit Faber thes. (1587) 626b; vollständigkeit, plenitudo Reyher thes. (1686) o 2b; v. eines buches, perfettione, compitezza d'un libro Kramer 2 (1702), 931c; vollständigkeit, plenitudo, perfectio, absolutio Steinbach 2, 671; Adelung; Campe. — während jetzt die sprache das wort nur in dem engeren sinne braucht, dasz das vorhandensein aller theile, lückenlosigkeit im zusammenhange, zusammenfassung aller merkmale, das durchlaufen aller zustände einer entwicklung u. ä. vorgestellt wird, bewegte sich früher die sprache freier und wandte das wort auch da an, wo jetzt vollkommenheit gebraucht wird.im engeren sinne: also wird dieses alles schwerlich bey einem meister alleine in höchster follständigkeit gefunden werden Butschky Pathmos (1677) 522; (ich musz) auch noch folgendes, zur mehrern v. dieses wercks, mittheilen Prätorius sommervögel (1678) 429; das manuskript erfolgt anbey in aller der v. und nur in etwas besserer ordnung Lessing 18, 274 M.; wer, unter dem vorwande der v., das wiederholte wiederholt Klopstock gelehrtenrepublik (1774) 46; freilich käme jetzt jedes einschiebsel zur v. meines tagebuchs zu spät Thümmel reise (1791ff.) 10, 251; dasz der künstler nichts vergasz, seinem bild alle v. und vollendung zu geben Göthe 49, 1, 85 W.; (das gemälde der natur) bedarf nicht zu seiner v. der aufzählung aller lebensgestalten Humboldt kosmos (1845ff.) 1, 81; er sitzt nur der v. wegen mit da Immermann 2, 53 B.; Chambord aber kann just zur v. verführen (in der beschreibung des schlosses) Laube ges. schr. (1875ff.) 4, 128; (landtagsacten,) die in seltener v. bis zum jahre 1545 zurückreichten Treitschke hist. u. polit. aufsätze 1, 357. — völliger abschlusz eines vorgangs: ein rechter kalchbrand erfordert drittehalb bis 3 tage bisz zur v. allg. haushalt.-lex. (1749ff.) 2, 52b. — dem sinne von vollkommenheit sich nähernd: einen weisen mann in seiner v. ... beschreiben Harsdörfer secret. (1656) 1, 641; von der reinen v. ihres (der griech. kunst) ausdrucks Herder 18, 463 S.; (die Chinesen) werden nichts (keine kunst oder wissenschaft) zu einer gewissen v. erheben M. Mendelssohn ges. schr. (1843ff.) 4, 1, 448; um das geistliche, das gemüthliche zu einer art von v. zu bringen Göthe 25, 276 W.; masz ist der gipfel der lebenskunst. nur durch v. kann er erreicht werden Fr. Schlegel pros. jugendschr. 1, 27 Minor.
2610 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vóllständigkeit

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Vóllständigkeit , plur. inusit. die Eigenschaft, der Zustand, da ein Ding vollständig ist.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Vollständigkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Vollständigkeit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    Vollständigkeitf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Vollständigkeit , f полнота , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vollstaendigkeit

4 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von vollstaendigkeit 2 Analysen

vollstaendig + -keit

vollstaendigkeit leitet sich vom Lemma vollstaendig ab mit Suffix -keit.

Alternativen: vollstand+-ig+-keit

vollstaendigkeit‑ als Erstglied (2 von 2)

Ableitungen von vollstaendigkeit (2 von 2)

Unvollständigkeit

Campe

Die Unvollständigkeit , Mz. — en . 1) Die Eigenschaft, der Zustand eines Dinges, da es unvollständig ist; ohne Mehrzahl 2) Das, was zur Voll…