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Vielliebchen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Vielliebchen n.

Vielliebchen n.

Vielliebchen n. doppelter Mandel- oder Haselnußkern, von zwei Personen zu essen und mit der Wette verbunden, daß der gewinnt, der anderntags zuerst mit Vielliebchen grüßt (Anfang 19. Jh.); ein vornehmlich zwischen zwei Liebenden üblicher Brauch. Die Annahme, in dem Ausdruck eine Umdeutung von Valentin, dem Namen des Schutzpatrons der Liebespaare (bzw. dessen femininer Form Valentine), zu sehen, ist wenig überzeugend. Vielmehr dürfte ein Adj. viellieb ‘überaus lieb’ in der deminutiven Anrede Vielliebchen unter Liebenden als Kosename gebraucht worden sein und lautähnliche Nebenformen wie Philippchen, Filipchen, Philippinchen entwickelt haben, die in Verbindung mit dem oben genannten Brauch auf die zwei Kerne enthaltene Frucht übergegangen sind. Aus den dt. Varianten ist die Bezeichnung frz. philippine (erst seit 1868 bezeugt) für die Doppelfrucht hervorgegangen.
872 Zeichen · 11 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    vielliebchenn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    vielliebchen , n. , bei Adelung und Campe noch nicht verzeichnet. man versteht darunter eine zwillingsfrucht, vor allem …

  2. modern
    Dialekt
    Vielliebchenn.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Viel-liebchen n. : 1. 'Mandel (Prunus var. fragilis)', Vielliebche [ Wilde 169 (um Zweibr)]; vgl. Prinzeßmandel . — 2. '…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vielliebchen

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von vielliebchen

viellieb + -chen

vielliebchen leitet sich vom Lemma viellieb ab mit Suffix -chen.

vielliebchen‑ als Erstglied (1 von 1)

Vielliebchen-Essen

Meyers

vielliebchen·essen

Vielliebchen-Essen , die Sitte, Zwillingsfrüchte oder die in Krachmandeln etc. vorkommenden Doppelkerne geteilt zu essen, worauf die Beteili…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „vielliebchen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vielliebchen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „vielliebchen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vielliebchen/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „vielliebchen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vielliebchen/pfeifer_etym.
BibTeX
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