Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verstaunen verb.
verstaunen , verb. , taucht wie das simplex staunen ( th. 10, 2, 1176) im 17. jh. auf, wird in der heutigen literatur nur in der form verstaunt von obd. schriftstellern statt erstaunt gebraucht. auch Campe bucht es als landschaftlich. es lebt in obd. und mitteld. mundarten: schweiz. er ist ganz ferštunet, ganz in sich versenkt Hunziker Aargau 264 ; ferstune, intr., erstaunen; ganz ferstuunt isch er derbi Seiler Basel 113 ; elsäss. verstune n , vor staunen und verwunderung kein wort hervorbringen, intr. reflex.; verstunt, gedankenlos oder nachdenklich, in gedanken versenkt Martin-Lienhart 2, 60…