Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verspinden verb.
verspinden , verb. , auch in der form verspünden; vgl. unter I 1. I I. von spint ( th. 10, 1, sp. 2549) abgeleitet, einem westgermanischen worte, das zunächst ' fett, speck ' und dann besonders den jungen weichen, weiszen holzstoff zwischen rinde und kern eines baumes bezeichnet. I@1 1) es ist nach demselben muster wie versperren u. ähnl. gebildet. verspinden lebt in ostmitteldeutschen mundarten als kunstausdruck für eine art volksthümlicher krankheitsbehandlung: schles. verspinden Weinhold handschriftl. nachlasz S bl. 383 a ; vuospinn Knothe wb. d. schles. mundart in Nordböhmen 122 ; obersäch…