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verschönern

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verschönern

verschönern

schön Adj. ‘in jeder Hinsicht gut anzusehen, wohlgefällig, bewundernswert’, ahd. scōni ‘ansehnlich, glänzend, rein, herrlich, gut, angenehm’ (8. Jh.), mhd. schœn(e), auch ‘schonend, freundlich’, asächs. skōni, mnd. schȫn(e), mnl. scōne, nl. schoon, afries. skēne, aengl. scīene, scēne, engl. (poetisch) sheen, anord. (als zweites Kompositionsglied) -skjōni, got. skauns oder skauneis ‘anmutig’ (germ. *skauni-) ist ein mit dem Suffix ie. bzw. germ. -ni- gebildetes Verbaladjektiv zu der unter schauen (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)keu- ‘worauf achten, beobachten, schauen’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘sichtbar, anschaubar’, die sich zu ‘ansehnlich’ und ‘gut, angenehm’ (auch von Gehörseindrücken) weiterentwickelt. Der Bezug des Wortes auf den vom humanistischen Bildungsideal geprägten ästhetischen Bereich, vgl. Fügungen wie schöne Künste (frz. les beaux-arts), schöne Wissenschaften (frz. les belles-lettres), schöne Literatur, erfolgt im 18. Jh. Zum alten adverbiellen Gebrauch s. schon. – Schönheit f. ‘das Schönsein, das Schöne’, mhd. schœnheit, schōnheit ‘Herrlichkeit, Pracht, Zierde, Schmuck, Unterhaltung, Festlichkeit’. schönen Vb. vornehmlich fachsprachlich ‘Färbungen verbessern, Wein klären’ (19. Jh.); nur selten ‘schönmachen, verschönern’, ahd. scōnen (um 800), scōnōn (9. Jh.), mhd. schœnen ‘schönmachen, schmücken, verherrlichen’; dafür heute verschönen Vb., mhd. verschœ̄nen, oder verschönern Vb. ‘schöner machen’ (17. Jh.). beschönigen Vb. ‘etw. weniger schwerwiegend, günstig darstellen’ (18. Jh.), älter beschönen, mhd. beschœnen ‘schönmachen, entschuldigen, rechtfertigen’. Schöngeist m. ‘wer von den schönen Künsten begeistert ist’ (18. Jh.), nach frz. bel esprit, bald auch ironisch; älter schöner Geist (17. Jh.); dazu schöngeistig Adj. (Anfang 19. Jh.), schöngeistige Schriften (19. Jh.). schöntun Vb. ‘freundlich sein, schmeicheln’ (17. Jh.).
1882 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verschönern

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verschönern , verb. regul. act. von dem Comparativo schöner, schöner machen. O wie verschönert die Wehmuth ihre Wangen! …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verschönern

    Goethe-Wörterbuch

    verschönern [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    verschönern

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    verschönern , verschönnern dass. : dit (ded) em nu grad nich verschönern Reut. 2, 187; verschönnern 4, 305; verbessern: …

  4. Spezial
    verschönern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|schö|nern vb.tr. 1 abelí (-lësc) 2 (verzieren) decoré (-rëia), fá sö.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verschoenern

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verschoenern

ver- + schoenern

verschoenern leitet sich vom Lemma schoenern ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verschoenern 3 Komponenten

ver+(scho+nern)

verschoenern setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verschoenern kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verschoenern". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verschoenern/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verschoenern". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verschoenern/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verschoenern". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verschoenern/pfeifer_etym.
BibTeX
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