Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verreiszen verb.
verreiszen , verb. in stücke reiszen, zerreiszen. heute aus der schriftsprache gänzlich verdrängt, jedoch mundartlich z. b. da, wo überhaupt kein zer vorkommt ( Wetterau ), vorhanden. hat sich auch bei süddeutschen schriftstellern noch in die mundart hineingefunden ( s. z. b. Hebel unten ): als er die rose fand gar verrissen und den butzen on bletter stehen. buch der liebe 250, 4; denn wenn die hare verrissen werden, so giebets gröszer schmertzen und stechen solche wurtzeln sehrer. Bartsch augendienst 197 ( Dresd. 1583); die kleider verrissen. Zinkgreff apophth. 15, 1 ; meiner meynung nach wär…