verpflanzung,
f. versetzung von pflanzen in ein anderes land, translation plantarum. Stieler 1444. Krahmer 449
a. Adelung 4, 1491.
sinnliche bedeutung: verpflanzung eines baumes Stieler 1444; Athener, nach Ionien versetzt, gewannen unter dem schönen himmel, der dieses von der natur verzärtelte land umflieszt, wie Burgunderreben durch verpflanzung aufs vorgebirge der guten hoffnung. Wieland 19, 8;
in gleicher bedeutung, jedoch von anderen dingen als pflanzen: die meisten verneinen dieses (
wirken durch liebestränke), was auch andere, welche de transplantatione morborum von verpflantzung der kranckheiten geschrieben, herwider sagen und diese erfahrung für einen ungezweiffelten grund hatten wollen, wenn sie nemlich oft unheilbare kranckheiten der menschen den menschen, den thieren oder den bäumen anhängen u.
s. f. Widemann
Fausts leben 405
Keller; verpflanzung von völkern Krahmer 1, 449
a; der dienst der Latona war so alt zu Abdera, als die verpflanzung der lycischen colonie. Wieland 20, 41; unter den abartungen
d. i. den erblichen verschiedenheiten der thiere, die zu einem einzigen stamm gehören, heiszen diejenigen, welche sich wohl bei allen verpflanzungen (versetzungen in andere landstriche) in langen zeugungen unter sich beständig erhalten .. racen. Kant 10, 26; umgekehrt heiszt die abartung, welche mit anderen zwar halbschlächtig erzeugt, aber durch die verpflanzung nach und nach erlöscht, ein besonderer schlag.
ebenda; wenn die natur ungestört ohne verpflanzung oder fremde vermischung, viele zeugungen hindurch, wirken kann, so bringt sie jederzeit endlich einen dauerhaften schlag hervor, der völkerschaften für immer kenntlich macht. 28; diese vorsorge der natur, ihr geschöpf durch versteckte innere vorkehrungen auf allerlei künftige umstände auszurüsten .. ist bewundernswürdig und bringt bei der wanderung und verpflanzung der thiere und gewächse dem scheine nach neue arten hervor. 31; kurz er fand den bericht .. so gegründet, dasz er keine bessere gelegenheit hätte aussuchen können als diese, um sie von verpflanzung ihrer tochter abzumahnen. J. Paul 8, 120; die verpflanzung der rechtssätze von einem volke zum andern volke. Hugo
jur. encycl. 25 (1835); ... dasz ihnen zucht gutartiger spröszlinge entkeim', ein anwachs unsrer menschheit edelnden hains, der verpflanzung würdig. Voss 3, 95.