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verleben

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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7
Verweise raus
6

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verleben

verleben

leben Vb. ‘lebendig, nicht tot sein, existieren, sich von etw. ernähren, wohnen’, ahd. lebēn ‘leben, wohnen, überleben’ (8. Jh.), mhd. leben, asächs. libbian, mnd. mnl. lēven, nl. leven, aengl. libban, engl. to live, anord. lifa ‘leben’, schwed. leva und got. liban sind verwandt mit bleiben (s. d.) und im Sinne von ‘beharren, dauern’ (wie auch Leib, s. d.) an die dort genannte Wurzel anzuschließen. – Leben n. ‘das Existieren, lebhaftes Treiben, Betrieb’, ahd. lebēn ‘Leben, Umgang’ (um 1000), mhd. leben, auch ‘Lebensweise, Stand, Orden’, substantivierter Infinitiv, der für das in alter Zeit gleichbed., unter Leib (s. d.) behandelte Substantiv eintritt. Lebenslauf m. (17. Jh.), Übersetzung von lat. curriculum vītae. Lebensmittel Plur. ‘Nahrungsmittel’ (17. Jh.). lebendig Adj. ‘lebend, lebhaft’, ahd. lebēntīg (9. Jh.), mhd. lebendec, lebendic. lebhaft Adj. ‘frisch, munter’, mhd. lebehaft ‘Leben habend, lebendig’. Lebemann m. ‘seinen Vergnügungen lebender Mann’, Ende 18. Jh. für Bonvivant (s. d.). Lebewesen n. ‘lebender Organismus’ (16. Jh.). Lebewohl n. Substantivierung des imperativischen Abschiedsgrußes lebe wohl! (17. Jh.). ableben Vb. ‘sterben, verscheiden’ (17. Jh.), zuvor ‘erleben, durchleben’ (16. Jh.), vgl. mnd. aflēven ‘erleben’ (14. Jh.). erleben Vb. ‘bis zu einer bestimmten Zeit leben, etw. erfahren, von etw. betroffen werden’ (15. Jh.). Erlebnis n. ‘miterlebtes Geschehnis, Ereignis von nachhaltiger Wirkung’ (1. Hälfte 19. Jh.). überleben Vb. ‘länger leben als, überstehen’, ahd. ubarlebēn (9. Jh.), mhd. überleben. verleben Vb. ‘(eine Zeit) verbringen, (Geld, Geldeswert) für den Lebensunterhalt aufbrauchen’, mhd. verleben ‘(eine Zeit) verbringen, überleben, ableben, verwelken’. verlebt Part.adj. ‘alt geworden, durch ungesunde Lebensführung verbraucht’ (16. Jh.).
1799 Zeichen · 94 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verlëbenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    ver-lëben swv. BMZ tr. verleben Pass. ; einen v., überleben ib. K. 627,58; intr. ableben, verwelken: verlebtiu varwe ûf …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verlebenv., ntr, trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Verleben , v. ntr . mit haben . 1) Mit der Fügung eines trs . lebend zurücklegen, zubringen, von der Zeit. Die meiste Ze…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verleben

    Goethe-Wörterbuch

    verleben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verleben

    Rheinisches Wb.

    ver-leben: 1. a. etwas v., erleben; do kamme wat bei v. Bernk . — b. Tage v., durchl.; do han ech löstege Dag verlef Rip…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verleben

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verleben

ver- + leben

verleben leitet sich vom Lemma leben ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verleben 2 Komponenten

ver+leben

verleben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verleben‑ als Erstglied (1 von 1)

Verlebendigen

Campe

verleben·digen

○ Verlebendigen , v. trs . gleichsam lebendig machen. »Sich Lucians Timon verlebendigen ,« als lebend vorstellen, darstellen. Attisches Muse…