Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verhanden
verhanden , zusammengeschoben in ähnlicher weise wie oben vergut aus vor (vür) handen ( dat. plur. zu hand). mhd. doch nur im ausgehenden mittelalter nachgewiesen, s. Lexer 3, 124 . in älterer zeit oft mit vorhanden bei demselben schriftsteller schwankend, so z. b. bei Luther , Grimmelshausen, Logau, seit dem 17 . jahrh. in der schriftsprache erstorben. 1 1) gegenwärtig, wirklich, heute aus der schriftsprache verschwunden, doch mundartlich, z. b. wetterauisch, meist von dingen: sei sein majestat ungezweifelt, das in dem land Osterreich noch sovil an getreide und anderm verhanden, unverheret se…