Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verhaaren verb.
verhaaren , verb. weidmännischer ausdruck. 1 1) reflexiv die haare fahren lassen, verwechseln, doch nur vom raubwilde: die fischottern verhaaren sich niemals, sondern bleiben an balg sommers und winters gut. Kehrein wb. der weidmannssprache 304 . übertragen, von kleidungsstücken gesagt: wo man sich wie die raupen verbremet, verschnürt, verhart und alle neue tracht haben will. Mathesius hochzeitspred. k 3 a . 2 2) intransitiv, aufhören sich zu hären: ein thier ist verhaaret, härt sich nicht mehr. mundartlich wird hiezu ein transitives verhaaren aufgeführt, so appenzellisch: enand verhoora, eina…