Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verdolen verb.
verdolen , verb. erleiden, ertragen, zusammensetzung des einfachen dolen ( theil 2, 1227), mhd. reichlich entwickelt, z. b.: die armuot möht ich niht verdoln; swenne ich driu jâr einen voln züge und alse lang ein rint: der gewin wær mir ein wint. meier Helmbrecht 375 ; des liez er offenlîchen dô manigerhande pîne holn, die solde gar aldâ verdoln Laurencius .. passional 384, 52 Köpke; nicht gerne wolder dort verdoln daʒ iene uberquemen. 271, 32 ; nhd. nur noch selten: mit wasser waschen, so er aller heiszest mag verdollen; ich gedachte, ach got wer die red verdolt! Schmeller 1, 502 Frommann; so…