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verbriefen

mhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verbriefen

verbriefen

Brief m. ‘persönliches, adressiertes Schriftstück’, ahd. briaf (9. Jh.), mhd. mnl. nl. brief, asächs. mnd. anord. brēf, schwed. brev sowie engl. brief ‘Anweisung, Instruktion’ sind entlehnt aus lat. brevis (libellus) oder spätlat. breve n. ‘kurzes Schreiben, Urkunde’ (6. Jh.), zum Adjektiv lat. brevis ‘kurz, klein’. Vor der Übernahme ins Ahd. muß bereits Längung des -e- eingetreten sein, so daß der Diphthong -ia- entstehen kann. Demgegenüber wird anord. asächs. mnd. und mengl. -ē- bewahrt, in den nord. Sprachen auch das neutrale Genus (nach lat. breve n.). Die älteste Bedeutung ‘Schreiben, Urkunde’ (9. Jh.) bleibt in vielen Verbindungen erhalten: Brief und Siegel (14. Jh.), Bannbrief m. (14. Jh.), Frachtbrief m. (17. Jh.), Freibrief ‘Privileg’ (14. Jh., s. d.), Kaufbrief m. (15. Jh.), Schuldbrief m. (15. Jh.), Steckbrief ‘öffentlich bekanntgemachte Personenbeschreibung eines Flüchtigen’ (16. Jh., s. d.); dazu auch verbriefen Vb., ahd. firbriaven (9. Jh.), mhd. verbrieven ‘urkundlich feststellen’. In den folgenden Wendungen und Zusammensetzungen wird die ältere Bedeutung ‘Urkunde’ durch die (seit dem 12. Jh. bezeugte) heute allein übliche Bedeutung von Brief (zuerst in mhd. sentbrief, nhd. Sendbrief m. ‘an jmdn. bzw. mehrere gerichtetes Schriftstück’, auch ‘Denkschrift’) abgelöst: offener Brief ‘öffentliche Urkunde, Bekanntmachung, Mitteilung’ (13. Jh.), später ein in einer Zeitung abgedrucktes oder als Vervielfältigung versandtes Schriftstück (19. Jh.), Briefkasten m. ‘Urkundentruhe’ (15. Jh.), seit 1824 ‘Postbriefkasten’, Briefträger m., mhd. brieftrager ‘Gerichtsbote, der amtliche Schreiben austrägt’ (14. Jh.), seit dem 18. Jh. ‘Postbriefzusteller’. – brieflich Adj., ahd. briaflīh ‘schriftlich, brieflich’ (10. Jh.), mhd. brievelīchen Adv. Briefwechsel m. bereits Mitte des 16. Jhs. belegt, danach 1644 von Harsdörfer als Verdeutschung von Korrespondenz (s. d.) vorgeschlagen. Briefmarke f. (Mitte 19. Jh.).
1938 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verbriefensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    verbriefen , sw. V. Vw.: s. verbrieven

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verbriefen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verbriefen , verb. regul. act. 1. Mit einem oder mehrern Briefen, d. i. Urkunden, versehen, damit bestätigen, ein großen…

  3. modern
    Dialekt
    verbriefen

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    verbriefen Band 3, Spalte 3,360f.

  4. Spezial
    verbriefen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|brie|fen vb.tr. garantí por scrit, documenté (-tëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verbriefen

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Ableitung von verbriefen

ver- + briefen

verbriefen leitet sich vom Lemma briefen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verbriefen 2 Komponenten

verb+riefen

verbriefen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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APA
Cotta, M. (2026). „verbriefen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verbriefen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verbriefen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verbriefen/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verbriefen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verbriefen/pfeifer_etym.
BibTeX
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